Donnersbergkreis Weltkriegs-Granate am Samstag entschärft

Placeholder-Image

Einen Nachmittag lang hielt eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg am Samstag Winnweiler in Atem. Gefunden worden war sie, wie Verbandsbürgermeister Rudolf Jacob berichtet, am Mittag auf einem Baugrundstück in der Schulstraße. Am Abend konnte sie ohne Probleme unschädlich gemacht werden.

Bei Baggerarbeiten war die Panzer brechende Munition ans Tageslicht gekommen. Zunächst sperrte die als erste alarmierte Polizei Rockenhausen in Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst des Landes Rheinland-Pfalz den Fundort ab. Bei der Feuerwehr Winnweiler wurde eine Führungsstaffel eingerichtet, neben Feuerwehrangehörigen wurden auch leitende Notärzte und „Organisatorische Leiter“ für den Rettungsdienst mit alarmiert. Laut Jacob bestand zu diesem Zeitpunkt ein möglicher Evakuierungsradius von etwa 100 Metern in der Donnersberg- und Schulstraße. Dieser Radius konnte nach Eintreffen des Kampfmittelräumdienstes allerdings auf die in nächster Umgebung liegenden Häuser im Bereich der Schulstraße eingegrenzt werden. „Alle betroffenen Bewohner reagierten sehr besonnen und verständnisvoll. Sie organisierten sich für die Dauer von etwa zwei Stunden selbst eine Unterkunftsmöglichkeit“, lobt Rudolf Jacob. Zur Sprengung vor Ort hob der Kampfmittelräumdienst mit einem Minibagger ein etwa zwei Meter tiefes Loch aus, um anschließend die Granate mit Erdaushub wieder zu überdecken. Während dieser Zeit mussten Teile der Schulstraße und Bereiche der Grundschule und Realschule Plus gesperrt werden. Gegen 18 Uhr konnte die Granate schließlich mit einer kontrollierten Sprengung entschärft werden. Die Explosion war in weiten Teilen von Winnweiler, auch durch den Rückschall der umliegenden Erhebungen, gut zu hören. Verletzte oder Schäden gab es keine, so Rudolf Jacob. Kurz nach der Sprengung gab es für die Feuerwehr Winnweiler aber gleich noch einen Einsatz. Auf der B 48 waren im Auf- und Abfahrtsbereich zur A 63 zwei Pkw zusammengestoßen und dabei zwei Menschen leicht verletzt worden. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Wegen ausgelaufener Betriebsmittel musste die B 48 während der Unfallaufnahme und zur Reinigung der Fahrbahn vorübergehend voll gesperrt werden. (red)

x