Donnersbergkreis Weiter unter Quarantäne

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Seit einer Woche liegt ein 50-jähriger Alzeyer mit dem Lassa-Virus auf der Sonderisolierstation des Frankfurter Universitätsklinikums. Sein Zustand ist offenbar stabil. Genauere Informationen will das Universitätsklinikum „aus Gründen der ärztliche Schweigepflicht“ nicht an die Öffentlichkeit geben. Unterdessen stehen weitere Personen in Alzey und Umgebung sowie in Düsseldorf unter verschärfter Beobachtung.

Die Familie des Patienten sei ebenfalls in der Klinik, so das Gesundheitsamt. Die Angehörigen des Mannes werden aber nicht auf der Isolierstation betreut. Ein Lassa-Verdacht bestehe bei keinem der Angehörigen. Der Mann aus Alzey wird seit Mittwoch auf der Sonderisolierstation der Frankfurter Uniklinik unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen betreut. Der Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens hatte sich offenbar bei der Leiche eines verstorbenen Mediziners angesteckt, der in Togo erkrankt war, ins Kölner Universitätsklinikum gebracht worden war, aber dort verstarb. Der tote US-Amerikaner sollte im Bestattungsunternehmen in Alzey für die Rückführung in den westafrikanischen Staat präpariert werden. In Köln hatten die Medizinier offenbar eine Malaria-Erkrankung diagnostiziert, was sich als falsch herausstellte und dem Alzeyer Mitarbeiter der Bestattungsfirma wohl zum Verhängnis wurde. Die Ärzte in Frankfurt berichteten bei einer Pressekonferenz in der vergangenen Woche über Symptome einer schweren Virusinfektion, die bei dem Patienten aufgetreten seien. Der Mann werde aber nicht intensivmedizinisch behandelt. Unterdessen erzählte Markus Sussmann, der Pressereferent der Kreisverwaltung Alzey-Worms, gestern Mittag im Gespräch mit der RHEINPFALZ, dass drei Personen, die einen engeren Umgang mit dem Erkrankten hatten, unter genauer Beobachtung des Gesundheitsamtes stehen. Eine Person stehe unter Heimquarantäne, zwei weitere müssten sich regelmäßig bei den Behörden melden. „Bei allen drei sind bislang noch keine Symptome aufgetaucht. Sie werden engmaschig beobachtet“, sagte Sussmann. Die Inkubationszeit beim Lassa-Virus beträgt 21 Tage. So lange müssen sich die Personen einem regelmäßigen Check-up bei den Gesundheitsbehörden unterziehen. Entwarnung gab es derweil von der Sonderisolierstation der Uniklinik Düsseldorf: Zwei dort behandelte Kontaktpersonen des Ende Februar in Köln verstorbenen Lassa-Patienten haben sich wohl doch nicht mit dem lebensbedrohlichen Virus angesteckt. Der ursprüngliche Verdacht habe sich bei Wiederholungstests nicht bestätigt, teilte die Klinik mit. Die beiden Patienten befinden sich aber weiter auf der Sonderisolierstation des Krankenhauses. Sie gelten so lange als Verdachtsfälle, bis das Ende der Inkubationszeit erreicht ist. Insgesamt befinden sich damit in Düsseldorf drei Kontaktpersonen unter Beobachtung. Ihr Gesundheitszustand sei stabil. Lassa zählt wie Ebola und Dengue-Fieber zu den hämorrhagischen Fiebern. Die Erreger können Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen auslösen, später sind Durchfall und Erbrechen möglich. (rgb/dpa)

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