Donnersbergkreis Wehrleute erleben Rekordjahr

Christian Füllert (links) durfte sich ebenso über die Glückwünsche von (v.l.) Dominik Gebhardt und Angela Scholz freuen wie Marc
Christian Füllert (links) durfte sich ebenso über die Glückwünsche von (v.l.) Dominik Gebhardt und Angela Scholz freuen wie Marcel Huschitt, Daniel Kubowski und Rudolf Jacob. Zu den Gratulanten zählte auch der Erste VG-Beigeordnete Hubert Weismann.

Für die Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Winnweiler wird es ein Rekordjahr geben. „Derzeit liegen wir bei 217 Einsätzen“, informierte Wehrleiter Christian Füllert beim Kameradschaftsabend der Wehrleute in der Gemeindehalle in Gehrweiler. Neben einem Rückblick auf das bald auslaufende Jahr gab es Beförderungen und Ehrungen.

Im bisherigen Rekordjahr 2016 kam die VG-Feuerwehr auf 186 Einsätze. Die hohe Anzahl habe ihren Grund, sagte der Wehrleiter und verwies auf die vielen Einsätze im Zusammenhang mit Unwettern. Dabei waren die Wehrleute nicht nur in ihrem Hoheitsgebiet aktiv, sondern halfen auch in der Nachbarschaft aus – bis nach Kaiserslautern. Besonders groß war in diesem Sommer der Anteil an Flächenbränden infolge der langen Trockenperiode und Hitze. Zugenommen haben auch allgemeine Hilfen, wobei es sich meist um die Unterstützung anderer Rettungseinheiten handele. Der VG-Wehr mit allen Ortsfeuerwehren gehören derzeit 270 Wehrleute an. Gemeinsam kommen diese, so Füllert, auf 135.000 Übungs- und Einsatzstunden. Etliche Einsätze hatte die Drohneneinheit, auch über die Kreisgrenzen hinaus. Gerade bei Personensuchen habe sich das Gerät bewährt. Ziel sei es, so der Wehrleiter, die Feuerwehr auf eine gute Grundlage zu stellen, um allen Aufgaben gerecht zu werden. Füllert bescheinigte den Wehrleuten eine große Motivation, die auch auf einem hohen Ausbildungsstand basiere. In seinen Begrüßungsworten erklärte Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU), weshalb die VG-Wehr für einen Kameradschaftsabend nach Gehrweiler und damit in die benachbarte VG Rockenhausen ausgewichen sei: Seit der Auflösung der Ortsfeuerwehr Höringen wird die Gemeinde von der benachbarten Ortsfeuerwehr Gehrweiler betreut. Als Zeichen der Anerkennung für diese Wehr richte man somit den Kameradschaftsabend in diesem Ort aus. Großen Dank richtete er an die Wehrleute, die vorbildlich und mit viel Fachwissen agierten. Jedes einzelne Mitglied in den Ortsfeuerwehren habe seine Aufgabe und werde benötigt. Jacob erinnerte daran, dass der VG-Rat den Investitionsplan für die Verbandsgemeindefeuerwehr bis ins Jahr 2025 beschlossen hat. Dieser wird nun schrittweise umgesetzt. Klaus Gebhardt, Erster Beigeordneter der VG Rockenhausen, betonte, dass sich seine Verbandsgemeinde über das Vertrauen freue, das ihr mit der Übertragung des Brandschutzes und der technischen Hilfe für Höringen übertragen wurde. Die übergreifende Zusammenarbeit funktioniere vorbildlich. Mit ein Grund dafür sei, dass zwei Angehörige der Ortsfeuerwehr Gehrweiler in einer Berufsfeuerwehr ihren Dienst tun. Gebhardt erwähnte zudem, dass die Verbandsgemeinde Winnweiler die Ortswehr in Gehrweiler materiell unterstützt. Ein Lob an die eigene Wehr gab es auch von Ortsbürgermeister Bernd Kiefer. Er betonte, dass die Gehrweilerer Wehr die Aufgabe über Höringen sehr gerne übernommen habe und damit ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis praktiziere. Kiefer zollte den Leistungen der Wehrmänner Respekt und informierte zugleich über das neue Feuerwehrgerätehaus, das in seiner Ortsgemeinde entstehen soll. Außergewöhnlich sei, dass das Gerätehaus über zwei Stellplätze verfügen wird. „Die Planungen laufen“, sagte Kiefer. In der Winnweilerer VG-Wehr haben sich einige personelle Veränderungen ergeben. Auf eigenen Wunsch ist Selina Ritzmann in Winnweiler aus ihrem Amt als stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin ausgeschieden. Zur Nachfolgerin wurde Julia Kötz ernannt. Ein kompletter Wechsel vollzog sich bei der Ortsfeuerwehr Schweisweiler: Dort schied Bernd Gebhardt als Wehrführer aus, zu seinem Nachfolger wurde Patrick Geisweid bestellt. Da dieser bisher Stellvertreter war, folgt Andreas Glock ihm in diesem Amt nach. Auf eigenen Antrag schied zudem Julia Nurmuhamed (Winnweiler) aus dem Feuerwehrdienst aus. VG-Bürgermeister Jacob dankte den ausgeschiedenen Funktionsträgern für ihre vorbildlich geleistete Arbeit. Sie hätten über das normale Maß hinaus Dienst am und für den Nächsten geleistet, so Jacob. Auch Ehrungen gab es: Für 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Brandschutzwesen und der technischen Hilfe erhielten Simeon Essen, Christian Füllert, Marcel Huschitt und Rudolf Jacob (alle aus Winnweiler) sowie Daniel Kubowski aus Steinbach das Ehrenabzeichen des Landes in Silber. Die Ehrungen vollzogen Bürgermeister Rudolf Jacob und sein Stellvertreter, der Erste Beigeordnete Hubert Weismann. Für den Kreisfeuerwehrverband gratulierte dessen Erste Vorsitzende Angela Scholz. Dem offiziellen Teil schloss sich ein geselliges Beisammensein an.

x