Winnweiler Weg frei für Seniorenzentrum

Angrenzend an das Wohngebiet »In den Hopfengärten« sollen in Winnweiler ein Seniorenzentrum und ein Mehrfamilienhaus entstehen.
Angrenzend an das Wohngebiet »In den Hopfengärten« sollen in Winnweiler ein Seniorenzentrum und ein Mehrfamilienhaus entstehen.

Bereits seit drei Jahren läuft das Verfahren zum Bau eines Seniorenzentrums und eines Mehrfamilienhauses durch den Bauträger Römerhaus in Winnweiler. Nun hat der Gemeinderat die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, dass das Projekt endlich starten kann.

Die Römerhaus Bauträger GmbH plant auf der bislang unbebauten Grünfläche am nordöstlichen Siedlungsrand der Ortsgemeinde Winnweiler, angrenzend an die Straße „In den Hopfengärten“ (K4), den Bau einer Seniorenresidenz sowie eines Mehrfamilienhauses. Ursprünglich waren sogar vier Mehrfamilienhäuser vorgesehen – wegen wasserschutzrechtlicher Vorgaben hatte der Investor aber Abstand von diesen Plänen genommen.

Realisiert wird dagegen die Seniorenresidenz: Diese ist als drei- bis viergeschossiger Zeilenbau vorgesehen – wobei rein optisch vier Einzelgebäude entstehen sollen, die durch Zwischenbauten miteinander verbunden werden. Geplant sind 104 Pflegebetten, die ausschließlich in Ein-Bett-Appartements untergebracht werden, wie dem Bebauungsplan und der Projektbeschreibung zu entnehmen ist. Das Verfahren hat bereits 2020 begonnen und mittlerweile alle notwendigen Schritte durchlaufen. Die Behörden und Verbände sowie die Bürger sind jetzt zum zweiten Mal gehört worden. Dabei vorgebrachte Bedenken hat der Gemeinderat abgewogen und in geringerem Umfang in den Bebauungsplan aufgenommen.

Erneute Diskussion über Parkplätze

Erneut diskutiert hat der Rat dagegen über die Frage, ob die vom Bauträger vorgesehenen 31 Stellplätze für den Betrieb der Einrichtung ausreichen werden. Auch Anlieger hatten diesbezüglich Bedenken geäußert: Sie befürchten, dass der ohnehin knappe Parkraum in diesem Bereich durch Besucher und Mitarbeiter zusätzlich belegt werden könnte. „Vorgeschrieben sind pro acht Bewohner ein Parkplatz für Besucher“, erläuterte Ortsbürgermeister Rudolf Jakob. Somit errichte der Bauträger deutlich mehr Stellplätze, als gesetzlich vorgeschrieben sei. Die 31 Parkplätze sind zudem im nun beschlossenen Bebauungsplan „Fischerhüttwiesen“ fixiert worden.

Zum wiederholten Male aufgeworfen wurden auch Fragen der Entwässerung, obwohl unterhalb der Seniorenresidenz in der Ortslage bereits ein sogenannter Verbindungssammler existiert. Dieser sei so dimensioniert, dass er problemlos auch das Abwasser der neuen Gebäude aufzunehmen vermag. In diesem Zusammenhang wurde auch mehrfach darauf verwiesen, dass die Ortsgemeinde derzeit – unter Bürgerbeteiligung – ein Hochwasserschutzkonzept entwickelt. Die Fraktion der Grünen sprach sich deshalb gegen eine Verabschiedung des Bebauungsplan aus, bevor das Hochwasserschutzkonzept nicht beschlossen sei. Nach Abwägung aller Anregungen hat der Rat den Satzungsbeschluss gefasst.

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