Winnweiler
Neubaugebiet: Nur noch ein Mehrfamilienhaus geplant
Fünf Gebäude waren im Bebauungsplan „Fischerhüttwiesen“ vorgesehen: Im Mittelpunkt stand das Seniorenzentrum von Römerhaus, das an der angrenzenden freien Fläche „In den Hopfengärten“ in Winnweiler entstehen und damit die Anzahl an Pflegeplätzen in der Nordpfälzer Gemeinde aufstocken sollte. Dass sich zumindest ein Teil des Plans so nicht mehr umsetzen lässt, hänge mit wasserschutzrechtlichen Vorgaben zusammen, berichtet Sarah End vom Büro Kernplan. Denn es gab einiges an Einwände von Kreisbehörden zu dem geplanten Konzept, wie es das Büro Kernplan, Gesellschaft für Städtebau und Kommunikation aus Illingen, vorgeschlagen hatte.
Denn der zum Teil bereits bebaute Bachlauf, der sich durch das Gelände schlängelt, hätte auch an anderen Stellen über Rohre unter die Erdoberfläche geleitet werden müssen. Nur so hätten die vier Mehrfamilienhäuser und die Seniorenresidenz im Sinne des Hochwasserschutzes genügend Platz auf der Fläche gefunden. Das wäre allerdings ein zu großer Eingriff in Natur und Landschaft, bemängelten unter anderem die Untere Landesplanungsbehöre sowie die Untere Wasserbehörde. Aufgrund dieser Sorge hat Römerhaus nun ein neues Konzept erarbeitet, sagt End.
Weniger Eingriffe in die Natur
Laut dem neuen Plan soll im westlichen sowie im südwestlichen Teil des Geländes nicht länger gebaut werden. Aus diesem Grund muss der Bauträger Römerhaus auf drei der vier Mehrfamilienhäuser verzichten. Stattdessen ist künftig nur noch ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt zehn Wohnungen im Nordosten des Geländes geplant. Zusätzlich zu jeder Wohnpartei sollen zwei Auto-Stellplätze entstehen.
Gleichzeitig rückt das dreigeschossige Seniorenzentrum im Zeilenbau-Stil näher an die Straße „In den Hopfengärten“. Der Komplex, der aus vier Gebäudeteilen bestehen wird, beherrbergt statt der zunächst angedachten 100 Pflegebetten dann 104. Für Mitarbeiter sowie Besucher der Residenz stehen 30 Parkplätze zur Verfügung.
Für Hochwasserschutz gesorgt
Eine weitere Sorge war die Oberflächenentwässerung. Diese kann End jedoch nehmen: Römerhaus könne das Außengelände so gestalten, dass abfließendes Regenwasser aus der Nachbarstraße „Unterm Eisvogel“ keinen Schaden am Gebäude anrichte. Außerdem sehe das neue Konzept einen Regenwasserkanal vor, der den Niederschlag unteriridisch in ein Rückhaltebecken leitet. Dort werde das Wasser gedrosselt und dosiert an den Bachlauf abgegeben, sodass keine Überschwemmungen zu befürchten seien. Entgegen des herkömmlichen Plans soll die Bachaue nicht bebaut, sondern aufgewertet und die Grünfläche hinter dem Haus als ökologisch hochwertig festgelegt werden.
Darüber hinaus ist ein 2,50 Meter breiter Gehweg mit möglichem integrierten Radweg geplant, der von der Einmündung Wirtschaftsweg bis zur Einmündung „Unterm Eisvogel“ verlaufen soll. Gleichzeitig soll am Ortseingang von Imsbach kommend eine Geschwindigkeitsbeschränkung in Form von bepflanzten Straßeninseln angelegt werden.
Bevor der Bau begonnen werden kann, sucht die Gemeinde Winnweiler derzeit noch eine Ausgleichsfläche. Ein geeigneter Standort habe sich eventuell in Rockenhausen gefunden, sagt End.