Bennhausen RHEINPFALZ Plus Artikel Warum sich Kathrin Sutter für ihr neues Amt als Inklusionsbeauftragte gut gewappnet fühlt

Tritt die Nachfolge von Susanne Röß an: Zum 1. August hat Kathrin Sutter das Amt der Inklusionsbeauftragten im Kreis übernommen.
Tritt die Nachfolge von Susanne Röß an: Zum 1. August hat Kathrin Sutter das Amt der Inklusionsbeauftragten im Kreis übernommen. Ehrenamtlich ist die Bennhausenerin schon seit vielen Jahren aktiv.

Mit Ehrenamt kennt sich Kathrin Sutter bestens aus. Seit 1. August ist sie Inklusionsbeauftragte im Kreis. Eine Aufgabe, bei der sie persönliche Erfahrungen einbringen kann.

Als Inklusionsbeauftragte tritt Kathrin Sutter die Nachfolge von Susanne Röß aus Steinbach an, die das Amt sechs Jahre innehatte. Sutter ist nicht nur seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiv – nach eigenen Angaben kennt aus ihrem privaten Umfeld viele Herausforderungen, die Menschen mit Beeinträchtigungen zu bewältigen haben. Im Mai habe sie dann grünes Licht gegeben, dass sie bereit zur Übernahme ihrer neuen Funktion sei.

In ihrem Heimatort setze sie sich schon seit ihrer Jugend für das Gemeinwohl ein, berichtet die 44-Jährige. Ob der Vorsitz im Gemeindeförderverein oder als Beigeordnete im Gemeinderat: Ehrenämter sind für Sutter alles andere als ein Fremdwort. „Schon mein Vater war im Dorf aktiv. Und für mich gilt: Man darf nicht nur nehmen, sondern muss auch etwas zurückgeben“, betont die vierfache Mutter.

Ansprechpartnerin für Menschen in fünf Verbandsgemeinden

Als betroffene Angehörige ist sie mit den Problemen von Menschen mit Einschränkungen vertraut. Auch angesichts ihres Erfahrungsschatzes sieht sie ihre künftige Aufgabe vor allem als Vermittlerin. „Ich will ein offenes Ohr für die Menschen haben“, sagt sie. Was in ihrem Amt alles auf sie zukommt, wisse sie aber noch nicht im Detail. Zunächst stehe noch die Übergabe durch ihre Vorgängerin und die allgemeine Einarbeitung auf der Agenda. Darauf eingestellt sei sie, dass sie als Ansprechpartnerin für Menschen in fünf Verbandsgemeinden mit der besonderen Struktur des ländlichen Raums zurechtkommen muss.

Ihre Freude im Umgang mit Menschen hat Kathrin Sutter zu ihrem Beruf gemacht: „Ich wusste schon immer, dass ich Erzieherin werden will.“ Nach einer längeren Familienpause arbeitet sie seit Anfang 2024 in der Dannenfelser Kita wieder in ihrem Traumberuf. Zu ihren beruflichen Stationen gehörten in der Vergangenheit die Kindertagesstätte in Morschheim sowie das Kinder- und Jugendhaus in Rockenhausen. Zudem war Sutter vor Gründung ihrer eigenen Familie kurzzeitig im SOS Kinderdorf in Eisenberg tätig. „Das war richtig toll dort. Allerdings wurde ich dann nach kurzer Zeit schwanger.“ Die Arbeitszeiten hätten sich nach der Geburt ihres ältesten Sohnes nicht mehr mit dem Alltag ihrer Familie vereinbaren lassen. Zu dieser zählen heute vier Kinder im Alter zwischen neun und 20 Jahren. Zwischenzeitlich engagierte sich Sutter privat als Tagesmutter.

Lesen und Motorradfahren

Für Hobbys bleibe da nicht viel Zeit. „Ich lese aber für mein Leben gern, und das kann man ja Gott sei Dank überall“, erzählt sie lachend. Seit ihr Sohn den Mopedführerschein habe, steige sie selbst auch wieder aufs Zweirad: „Den Motorradführerschein hatte ich zwar, bin aber nie gefahren. Und jetzt fahre ich zusammen mit meinem Sohn.“

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