Donnersbergkreis Wäschbacherhof erneut überflutet
Zum zweiten Mal binnen weniger Tage hat am Donnerstagabend ein Unwetter mit Starkregen den Wäschbacherhof heimgesucht: Wie bereits am vergangenen Sonntag sind Wasser- und Schlammmassen von den umliegenden Hängen über den zu Alsenbrück-Langmeil gehörenden Straßenzug geschossen. Erneut waren eine überflutete Fahrbahn und voll gelaufene Keller die Folge.
„Ich bin mit 16 Jahren in die Feuerwehr eingetreten und kann mich nicht erinnern, zuvor schon mal bei einem Einsatz auf dem Wäschbacherhof dabei gewesen zu sein – nun hatten wir gleich zwei in einer Woche“, zeigte sich der Winnweilerer VG-Wehrleiter Robert Blanz im Gespräch mit der RHEINPFALZ konsterniert über die Wetterkapriolen der vergangenen Wochen. Ein Grund für die neuerlichen Überflutungen: Die Böden sind nach den permanenten Regenfällen vollgesaugt und können keine weitere Flüssigkeit aufnehmen. Die hügelige Nordpfälzer Topografie tut dann ihr Übriges, dass sich die braune Brühe den Weg in tiefer gelegene Wohngebiete oder auf Straßen bahnt. Gefordert war die Stützpunktwehr am Donnerstag nicht nur auf dem Wäschbacherhof: Mehrere Straßen waren zeitweise blockiert. So die massiv überflutete L 390 zwischen Winnweiler und Lohnsfeld, die K 4 im Bereich der Winnweilerer Hopfengärten – hier hatte Wasser aus der Kanalisation Gullideckel nach oben gedrückt – und die K 10 bei Alsenbrück. Diese war auf einer Hälfte regelrecht unter Geröll begraben und daher vorübergehend nur einseitig befahrbar. Hier hat neben der Feuerwehr der Bauhof der Verbandsgemeinde mit angepackt, um die Straße wieder frei zu bekommen. Kuriosum am Rande: Wie am Sonntag mussten die Winnweilerer Wehrleute erneut kurz vor Beginn eines EM-Spiels der deutschen Mannschaft ausrücken – wenigstens waren dieses Mal die Einsätze bis zum Anpfiff beendet. |kra