Donnersbergkreis Wärme macht vermehrungsfreudig

Kommt häufig vor in der Region: das Tagpfauenauge.
Kommt häufig vor in der Region: das Tagpfauenauge.

In diesem Bilderbuchsommer fühlen sich Schmetterlinge so richtig wohl. Bei großer Trockenheit und langdauernder Wärme vermehrten sie sich gewaltig. In den Mittagsstunden wimmelten sie nur so um die Blüten der Gartenblumen und des Sommerflieders. So konnten viele Menschen die bunten „Sommervögel“ in ihrem Garten bewundern.

Schon immer haben diese zarten Lebewesen eine große Faszination auf den Menschen ausgeübt. Ihr leicht beschwingter Flug, ihr bunt schillerndes Aussehen und ihr elfenhaftes Wesen haben die Phantasie vieler Menschen angeregt. Bei einer Zählung der Schmetterlinge im Neubaugebiet Winnweiler gab es erwartete Ergebnisse und zwei Überraschungen. Am häufigsten waren das Tagpfauenauge mit 177 Faltern und der Kohlweißling mit 84. Überraschend der Schwalbenschwanz und das Taubenschwänzchen. 64 Mal flatterte der Schwalbenschwanz um die purpurfarbenen Blütentrauben des Sommerflieders, und 47 Mal schwirrte das Taubenschwänzchen vor den Blüten. „So oft habe ich den Schwalbenschwanz und das Taubenschwänzchen in nur dreieinhalb Wochen noch nie gesehen. Das ist wirklich einmalig“, sagte Nabu-Schmetterlingskundler Gerhard Schwab vom Messersbacherhof (Gundersweiler). Den Schwalbenschwanz kennen die meisten Menschen wegen seiner auffälligen Färbung. Bei diesem prächtigen Falter aus der Familie der Ritter leuchtet eine sattgelbe Grundfarbe mit schwarzer, gerippter Zeichnung. Bei genauerem Hinsehen fallen eine blaubestäubte Binde und zwei rote Augenflecke an den Hinterflügeln auf. Auffällig auch die Schwanzfortsätze an den Hinterflügeln, denen er seinen Namen verdankt. Das Taubenschwänzchen wird oft gar nicht als Schmetterling erkannt. Wie ein Kolibri steht es im Schwirrflug vor einer Blüte und steckt seinen langen Rüssel hinein, um den Nektar zu saugen. Sein gedrungener Leib weist am Hinterende schwarz-weiße Schuppen auf, daher der Name. Die Hinterflügel sind leuchtend orange gefärbt. Das Taubenschwänzchen ist ein Wanderfalter, der im Juni aus dem Süden über die Alpen bei uns eingewandert ist. Im Herbst wandern die Nachkommen wieder nach Italien zurück. Die Information über die Wanderroute muss über das Erbgut an die nachfolgende Schmetterlingsgeneration weitergegeben werden. Nur so ist dieses erstaunliche Verhalten zu erklären.

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