Donnersbergkreis Vom Hammerwerk bis zur Lore

Der Spielplatz in Hochstein soll der erste in der Ortsgemeinde Winnweiler werden, der zum Thema „Ludwig und die Welt des Eisens“
Der Spielplatz in Hochstein soll der erste in der Ortsgemeinde Winnweiler werden, der zum Thema »Ludwig und die Welt des Eisens« neugestaltet wird. Hierzu ist am 8. August eine Informationsveranstaltung in der alten Schule in Hochstein vorgesehen.

Neugestaltete Spielplätze mit einem historischen Bezug: Unter dem Titel „Ludwig und die Welt des Eisens“ sollen in Winnweiler vier Spielplätze saniert beziehungsweise neugestaltet werden. Losgehen soll es damit „In den Weiden“ im Ortsteil Hochstein.

Für das Gesamtprojekt wurde in der letzten „Leader“-Förderrunde ein Konzept eingereicht. Wie Ortsbürgermeister Rudolf Jacob jüngst im Ortsgemeinderat mitteilte, wurde die Maßnahme auch grundsätzlich als förderfähig anerkannt. Wann mit Zuschüssen aus dem EU-Programm zu rechnen ist, stehe jedoch noch nicht fest. „Vier Spielplätze sollen alle unter dem Überbegriff Eisengewinn attraktiviert werden“, sagte Jacob im Nachgang der Sitzung der RHEINPFALZ. Drei davon sind direkt in Winnweiler, einer ist „In den Weiden“ im Ortsteil Hochstein, bei dem das Thema Hammerwerk im Vordergrund stehe. Dort soll es für die Kinder neben einem Hammerwerk auch eine feststehende Spiellokomotive mit Loren, einen Bergbaustollen, Kletterstämme, Schaukel, Sand und einen Matschplatz geben. Die Kosten hierfür sind mit 46.430 Euro veranschlagt. „Dieser Spielplatz ist auch der mit dringendstem Handlungsbedarf“, berichtete Jacob. In der Ratssitzung wurde deswegen auch darüber gesprochen, ob man diese Maßnahme ohne Förderung vorziehen soll. Laut Jacob verringere das den späteren Fördersatz und auch die spätere Fördersumme für das Gesamtprojekt nicht. Die entsprechenden Mittel für die Sanierung des Geländes in Hochstein seien im Haushalt 2018/2019 bereitgestellt. Begrüßt wurde diese Anregung von der CDU-Fraktionsvorsitzenden Daniela Marger. Damit könne man ein positives Signal für Hochstein setzen. Dieser Schritt käme in Hochstein sehr gut an, meinte auch SPD-Ratsmitglied Christiane Demmerle, die zugleich Ortsvorsteherin von Hochstein ist. Der Ortsgemeinderat verständigte sich schließlich einstimmig darauf, dass die Umsetzung der Maßnahme „In den Weiden“ nun erfolgen soll. Hierfür wird es am Mittwoch, 8. August, ab 19 Uhr im ersten Obergeschoss der alten Schule in Hochstein auch eine Informationsveranstaltung für die Bürger geben. Die Kosten für das Gesamtprojekt „Ludwig und die Welt des Eisens“ werden auf 456.000 Euro brutto geschätzt. Die Förderung ist laut Jacob auf 75 Prozent gedeckelt. Das Projekt ist auf den Eisenindustriellen Ludwig von Gienanth zurückzuführen, der 1767 auf der Hochsteiner Eisenschmelz geboren und nach seinem Tod in Schönau 1848 in Hochstein beigesetzt wurde. Bereits vor über 275 Jahren wurde ein Eisenhüttenwerk in Hochstein aufgebaut. Im 19. Jahrhundert fanden hier bis zu 400 Mitarbeiter in den Werken im Ortsteil Hochstein Arbeit. 2004 gingen dann schließlich die Öfen bei Gienanth in Winnweiler aus.

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