Donnersbergkreis Visitation: Nur Gottesdienstbesuche bereiten Sorgen

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«WINNWEILER.»Eine positive Bilanz hat der Bezirkskirchenrat des protestantischen Dekanats An Alsenz und Lauter nach der Visitation der Kirchengemeinde Winnweiler am vergangenen Wochenende gezogen. Wie Dekan Matthias Schwarz auf Nachfrage der RHEINPFALZ berichtete, habe sich die rund 2200 Mitglieder zählende Kirchengemeinde nach dem Verlust des Dekanatssitzes 2016 inzwischen neu aufgestellt.

Wenn auch kirchliche Visitationen bei Gemeindepfarrern mitunter Nervosität auslösen können – „wir verstehen diese Besuche mehr als kollegialen Austausch“, betont Schwarz. Auf dem Programm standen Gesprächsrunden sowie Besuche von kirchlichen Einrichtungen und Gebäuden. Bei der Kirche von 1749 stehe eine Innenrenovierung an. Der Holzwurm sei in dem Gotteshaus recht aktiv, außerdem gebe es Risse im Verputz, berichtete Schwarz, der eine „größere Sanierung“ erwartet. Eine weitere Reparatur betreffe das Flachdach der Kita. Beim Besuch der Einrichtung habe deren Leiterin die dort praktizierte offene Planung überzeugend dargestellt. Neu besetzt worden seien Beratungsangebote der Diakonie, die auch in Anspruch genommen würden. Laut Schwarz hat sich die Gemeinde auch dank ihres neuen Pfarrers Friedrich Schmidt nach der Aufgabe des Dekanatssitzes neu gefunden. Sorge bereite allerdings der Gottesdienstbesuch. Hier wünsche sich die Gemeinde mehr jüngere Besucher sowie insgesamt weitere engagierte Ehrenamtliche. Wie beim Gottesdienstbesuch sei auch im Kirchenchor der Altersdurchschnitt inzwischen stark angestiegen. Beim Auftritt während des Festgottesdienstes am Sonntag bereicherte hingegen ein jüngerer afrikanischer Trommler das Ensemble. Der gelungene Kulturmix sei bei den Besuchern gut angekommen, so der Dekan. Zur Kirchengemeinde Winnweiler gehören außerdem die Gemeinden Schweisweiler, Lohnsfeld, Potzbach, und Hochstein. Für Mai ist die Visitation der Kirchengemeinde Rockenhausen geplant, die ebenfalls 2016 den Dekanatssitz verloren hatte.

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