Donnersbergkreis Vielseitiges Mineral
«IMSBACH.» Das Imsbacher Bergbaumuseum hat seine Pforten schon seit Ende April geöffnet. Bei sommerlichen Temperaturen wurde am vergangenen Samstag nun die neue Sonderausstellung eröffnet, „Calcit – Weltmeister der Formen“, so der einprägsame Name. Nur wenige fanden indes Zeit, um der Einladung zu folgen, da parallel in Idar-Oberstein die Mineralienbörse stattfand.
Lediglich etwa zwanzig Personen waren zur Eröffnung der neuen Ausstellung gekommen. Calcit, oder Kalk, ist nicht nur in seiner kristallinen Form schön anzuschauen, es gehört zu den Mineralien, die am häufigsten auf der Erde zu finden sind und auch im täglichen Gebrauch eine wichtige Rolle spielen. „In der Zahnpasta und als Zementrohstoff (Kalkstein) wird es im Alltag gebraucht“, erklärte Mineraloge Roger Lang bei seiner Ansprache. In der Ausstellung erfährt man Wissenswertes über diesen wichtigen Rohstoff, auch kleinere Anekdoten über die Menschen, die sich diesem interessanten Mineral widmeten. So hatte sich beispielsweise der Franzose René Just Haüy nach einem Besuch bei seinem Freund De Franc du Croisset, welcher leidenschaftlicher Calcit-Sammler gewesen sein soll, Kalkstein schätzen gelernt. Ausschlaggebend war ein Unglück: Er hatte die kostbare Kristallsammlung eben jenes Freundes fallen lassen und erkannte durch dieses Missgeschick, dass alle zerbrochenen Kristalle eine gleiche Grundform aufwiesen. Zuhause zerschlug er dann weitere Kristalle, um seine Beobachtungen zu bestätigen. Gerhard Theobald, der zweite Vorsitzende des Bergbauvereins, dankte all jenen, die ihre Exponate für diese Ausstellung zur Verfügung stellen. Lediglich vier dieser Männer waren anwesend: Roger Lang, Wolf-Gerd Frey, Benno Rahm und – der am weitesten gereiste – Günter Kellermann aus Dinkelsbühl. Weitere Aussteller sind Hubertus Hühne, Klaus Schäfer, Jens Dezelski und Bernd Eckel. VG-Beigeordneter Hubert Weissmann begrüßte auch im Namen von Bürgermeister Rudolf Jacob die Gäste. Man sei froh darüber, Imsbach in der Verbandsgemeinde zu haben. Dank der enormen Arbeitleistung, mit der Museum und Grube betrieben würden, könne man sich glücklich schätzen über einen solchen Touristenmagneten.