Donnersbergkreis Vielen Menschen Weg zum Sport geebnet

Er ist mit 875 Mitgliedern einer der größten Vereine in unserer Region, verfügt über eine ausgezeichnete Jugendarbeit und hat einen jungen ersten Vorsitzenden: Kein Wunder, dass der Turnverein Winnweiler (TVW) anlässlich seines 140. Jubiläums viel Lob erfahren hat. Bei der kurzweiligen Feier auf dem Gelände der Albert-Schweitzer-Realschule plus haben verschiedene Abteilungen des Vereins beeindruckende Kostproben ihres tänzerischen und turnerischen Könnens gegeben.
Zahlreiche Gratulanten würdigten das vielseitige Wirken des „Geburtstagskindes“ auf verschiedenen Ebenen und dessen gesellschaftliche Bedeutung. Der seit 2015 amtierende erste Vorsitzende Tobias Wendt betonte in seiner Begrüßung, dass es dem TVW am Herzen liege, vielen Menschen den Weg zum Sport zu öffnen und Traditionen zu erhalten. In der Geschichte eines Vereins gebe es immer Höhen und Tiefen, die es zu feiern beziehungsweise zu meistern gelte, so Wendt weiter. Es müsse aber darauf geachtet werden, dass man sich nicht allzu lange in einer Talsohle befinde. Umgekehrt dürfe man sich auf Erfolgen nicht ausruhen, sondern müsse auf diesen aufbauen, um zu weiteren Höhepunkten zu kommen. Dies sei dem TVW in all den Jahren bestens gelungen, worauf der Vorstand und die Mitglieder stolz sein, könnten, sagte Wendt. Er wagte schon jetzt einen Ausblick auf das Jahr 2026, wenn mit Sicherheit das 150. Jubiläum groß gefeiert werde. Es sei als positiv zu bewerten, dass der TVW von einem so jungen Vorsitzenden geführt werde, sagte erster Kreisbeigeordneter Michael Ruther. Das lasse sowohl in der Führungsriege als auch im Verein selbst auf Jahre hinaus Kontinuität erhoffen. Während viele Vereine Probleme hätten, für den Vorsitz Nachfolger zu finden, habe in Winnweiler ein junger Mann mit Begeisterung diese Aufgabe übernommen, so Ruther. Generell werde in diesem Verein sehr viel Gutes für die Bevölkerung getan, zu deren Gesundheit der TVW mit seinem Angebot einen wesentlichen Beitrag leiste. Als eine 140-jährige Erfolgsgeschichte bezeichnete VG-Beigeordneter Hubert Weismann die Historie des Turnvereins. 25 Übungsstunden pro Woche zu gewährleisten, sei eine große Herausforderung. Weismann lobte die breite Palette an Entfaltungsmöglichkeiten, die der TVW den Bürgern unterschiedlicher Altersklassen biete. 875 Mitglieder sprächen eine eindeutige Sprache, damit sei der Verein einer der größten in der VG Winnweiler. Auch passe er seine Aktivitäten der jeweiligen Situation und Zeit an. Der Jubiläumsverein halte nicht an althergebrachten Turnriegen und einem statischen Vereinsleben fest, sondern präsentiere sich als moderner Verein mit Weitblick, betonte Bernd Reinicke-Frank, erster Ortsbeigeordneter von Winnweiler. Den Verantwortlichen sei es außerdem gelungen, mehrere Generationen zu einer harmonischen Gemeinschaft zu formen. Gerade dieser Zusammenhalt sei eine wesentliche Grundlage für das freundschaftliche und kameradschaftliche Miteinander im TVW, so Reinecke-Frank. Annemarie Wilding, Jugendleiterin des Sportkreises Donnersberg, hob besonders die Jugendarbeit des Vereins hervor. Diese entwickle kind- und jugendgerechte Angebote und mache diese einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich – unter Mithilfe von engagierten und ausgebildeten Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die sehr viel Zeit und Ausdauer in ihre Tätigkeit steckten. Sie alle sorgten dafür, dass der Verein über ein gute Basis für die Zukunft verfüge. Den zahlreichen Grußworten folgte ein buntes Programm, das turnerische und tänzerische Einblicke in ein funktionierendes Vereinsleben gab. Die „Frauen 50 plus“ zeigten mit Ringen, die Dienstagsturnerinnen mit Stäben ihr Können. Leichtathleten und Turner verschiedener Altersgruppen präsentierten sich ebenso wie die Montagsturner, die Smoveys und die Zumba-Gruppe. Garde- und Schautänze rundeten die Aufführungen ab, die von Wendt fachgerecht erläutert wurden. Regen Gebrauch machte der Nachwuchs von den beiden Hüpfburgen, auf denen sich die Kleinen austoben konnten. Die Vorsitzenden 1876 bis 1882: Peter Haf; 1882 bis 1883: C. von Fleischbein; 1883 bis1887: Karl Bauer; 1888 bis 1892: Jakob Göckler; 1893 bis 1899: Heinrich Bauer; 1900 bis 1913: Heinrich Hafen; 1914 bis 1923: Emmerich Fortenbach; 1924 bis 1925: Ludwig Spanier; 1925 bis 1930: Georg Müller; 1931 bis 1933: Dr. Ludwig Fauth; 1933 bis 1935: Dr. Ernst Nürnberg; 1936 bis 1938: Karl Schasset; 1938 bis 1945: Ludwig Poth; 1951 bis 1953: Josef Zöller; 1954 bis 1967: Bernhard Hoffmann; 1967 bis 1970: Emil Müller; 1970 bis 2011: Georg Mayer; 2011 bis 2014: Rita Wilding; seit 2015: Tobias Wendt. |llw