Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Verein Alte Welt geht großes Marketing-Projekt an

Ein großes Marketing-Projekt soll in der Alten Welt als Erstes angegangen werden.
Ein großes Marketing-Projekt soll in der Alten Welt als Erstes angegangen werden.

In viele Ortsgemeinden wird momentan diskutiert, ob sie sich dem Verein Alte Welt anschließen wollen, der vor sieben Monaten gegründet wurde. 15 haben es bereits getan. Dadurch sollen bessere Vernetzungen geschaffen und Fachkräfte in die Region gelockt werden. Zudem gibt es ein großes Marketing-Projekt.

Ein noch relativ neues Puzzleteil im Alte-Welt-Prozess ist der Verein Alte Welt, der Ende September 2021 auf der Moschellandsburg gegründet wurde. Der Verein soll die verschiedenen Netzwerke und Akteure, die sich für das Projekt Alte Welt engagieren, unter einem gemeinsamen Dach bündeln. Ihm beitreten können – neben den Landkreisen, Dekanaten und den Verbandsgemeinden, die schon komplett mit dabei sind – Unternehmen, Kirchengemeinden, gemeinnützige Organisationen und Ortsgemeinden.

In vielen Orten wird momentan im Gemeinderat darüber diskutiert, ob dem Verein beigetreten werden soll. „Bisher sind 15 Ortsgemeinden aus dem Bereich Alte Welt dabei“, berichtet der Donnersberger Wirtschaftsförderer Reiner Bauer, der viel im Prozess Alte Welt koordiniert. „Im Moment sind diese auch noch vom Mitgliedsbeitrag befreit, damit sie in Ruhe schauen können, was der Verein alles macht.“ Die VG Lauterecken-Wolfstein hat sogar beschlossen, allen ihren Ortsgemeinden den Mitgliedsbeitrag dauerhaft zu zahlen, sodass die Gemeinderäte nicht diskutieren müssen, ob sich das lohnt oder nicht.

Neue Vernetzungen

Besonders für die Ortsgemeinden sieht Bauer viele Vorteile: „Es geht darum, sich mit denen zu verbünden, die im eigenen oder im benachbarten Landkreis an ähnlichen Dingen arbeiten und daraus gemeinsame Projekte zu realisieren.“ Als Beispiel führt Bauer Marketing an. „Das hat eine ganz andere Strahlkraft, wenn das vier Landkreise zusammen machen, als jede einzelne VG oder gar jedes kleine Dorf.“ So könne die ganze Region bereichert werden.

Außerdem sei der Verein eine weitere Kommunikationsplattform auch in die Regionen, mit denen sie klassischerweise nicht vernetzt sind. „Der Verein Alte Welt strukturiert Netzwerke und Themen und bringt sie voran, die Orte bringen sich je nach Kraft ein.“ So werde dem Miteinander eine Struktur gegeben.

Neue Fachkräfte gewinnen

Im Bereich Marketing ist vor wenigen Wochen der Verein Alte Welt zum ersten Mal offiziell aktiv geworden, erzählt Bauer. Wegen Corona waren die Aktivitäten des Vorstands und des Bürgerbeirats über die Wintermonate noch etwas gebremst. Nun wurde ein Antrag auf Fördermittel aus dem Leader-Programm gestellt, damit ein neues gebündeltes Projekt auf den Weg gebracht werden kann.

Das Marketing-Konzept kommt von den fünf Strukturlotsen, die verschiedene Bereiche in der Alten Welt im Blick haben und aus verschiedenen Teilen der Überschneidungsregion Lauterecken-Wolfstein, Nordpfälzer Bergland, Otterbach-Otterberg und Nahe-Glan kommen, die als Alte Welt bezeichnet wird. Dabei geht es zum Beispiel darum, die Region touristisch aufzuwerten und die Innenentwicklung voranzubringen. Großes Thema ist die Fachkräftegewinnung, ob es nun um Handwerksgesellen oder Ärzte geht, die in der Region Fuß fassen sollen.

Bürger sprechen mit

Ein weiterer großer Schritt steht in zwei Wochen an. Dann findet das erste Netzwerkge(h)spräch zum Thema Alte Welt statt. Die Strukturlotsen wollen mit Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenkommen, um kreative Ideen zu entwickeln und weitere Zukunftsprojekte auf den Weg zu bringen. Gleichzeitig ist es auch die erste Zusammenkunft des Bürgerbeirats. Diesem gehören zwölf Personen aus allen vier Landkreisen an, die zum Beispiel von den Landfrauen oder von Sportvereinen kommen, oder die Ortsbürgermeister sind.

Für Bauer sind diese zwei Säulen, der Bürgerbeirat und die kommunalen Akteure im Vorstand, extrem wichtig für den Verein. „Ohne Querverbindung zu den Bürgern geht es nicht.“ Ergänzend dazu kommen die Strukturlotsen, die zwar nicht direkt Teil des Vereins sind, aber den ganzen Prozess kraftvoll voranbringen sollen. „Das Überwinden von Gebiets- und Ressortgrenzen bleibt das Markenzeichen vom Alte-Welt-Prozess“, sagt Reiner Bauer. „Wir schauen, was gut für die Region ist und bündeln die Kräfte, um die Alte Welt weiter zu stärken und zukunftsfähig zu machen.“

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