Donnersbergkreis Unwetter hinterlassen Spuren

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Das Moscheltal ist am Samstag weitestgehend vom Unwetter verschont geblieben. Dafür hielten die Gewitter die Hilfskräfte diesmal andernorts im westlichen Kreisteil in Atem. In Wartenberg-Rohrbach stürzte ein Baum auf die Kaiserstraße, zerriss dabei Stromkabel und beschädigte das Dach eines Gasthauses.

Die Alarmierung ging gegen 16.50 Uhr ein, wie am Samstag bei der Feuerwehr Winnweiler zu erfahren war. Neben der Feuerwehr seien auch die Pfalzwerke im Einsatz gewesen, um sich um den Schaden an den Stromleitungen zu kümmern. In Teilen des Ortes kam es zu einem mehrstündigen Stromausfall. Auch Bausachverständige und eine Dachdeckerfirma waren vor Ort. Über die Höhe des Schadens konnten gestern noch keine Angaben gemacht werden. Menschen waren jedoch nicht zu Schaden gekommen. Die Winnweilerer Feuerwehr hatte parallel noch vier weitere Einsätze im näheren Umfeld, um vollgelaufene Keller auszupumpen. „Das war schon recht heftig“, sagte gestern Ortsbürgermeisterin Dagmar Schneider-Heinz und berichtete von Überflutungen in der Ortsmitte, an der Tankstelle, bei einem Metallbaubetrieb im Ort. Die gerade erst fertiggestellte Laufbahn auf dem Sportplatz sei total kaputt durch angeschwemmten Unrat. Letztes Jahr habe es ein heftiges Unwetter gegeben, „aber diesmal war es noch schlimmer“. Gut zwei Stunden zuvor hatte sich weiter nördlich im Bereich St. Alban/Schmalfelderhof ein Unwetter entladen und dabei eine Schlammlawine von den Feldern in Richtung Landesstraße L 401 zwischen St. Alban und Gaugrehweiler ausgelöst. Kurzzeitig musste die Straße gesperrt werden, wie bei der Polizeiinspektion Rockenhausen zu erfahren war. Straßenmeisterei und die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden waren im Einsatz, um die Straße wieder passierbar zu machen. Im Moscheltal waren die Bewohner in Anbetracht der Erfahrungen von 2014 in „höchster Alarmbereitschaft“. Viele standen an den Bachläufen, schauten gen Himmel und verfolgten im Internet die Regenradarbilder des Deutschen Wetterdienstes. Manche überlegten bereits, ihre Autos umzuparken und Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser griffbereit zu richten. Wie damals wechselte die Windströmung ständig, die Luftfeuchtigkeit war massiv hoch, aus drei Himmelsrichtungen zogen Gewitter auf, es grollte der tiefschwarz gefärbte Himmel, Gewitter waren deutlich zu hören, in der Ferne sah man, wie in Richtung Ginsweiler/Niederkirchen Wolkenbrüche herabgingen. Doch diesmal blieben die Menschen im Moscheltal verschont, die Gewitterzelle zog am Rande des Tals vorbei, über den Stahlberg in Richtung Dielkirchen/St. Alban, wo sie sich heftig entlud. Im leidgeprüften Moscheltal kamen diesmal nur leichter Hagel und große Regengüsse herunter. Im Ostkreis hatte die Polizei keine unwetterbedingten Vorkommnisse zu vermelden. (bke/tnt)

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