Donnersbergkreis „Und jetzt feiern wir!“
Ganz unzeremoniell ist der sanierte Kunstrasenplatz des TuS Göllheim bei laufendem Trainingsbetrieb offiziell eingeweiht worden. Augenfällig untermalten die sportlichen Aktivitäten im Hintergrund die Bedeutung des Fußballes für den Breitensport und die Vereinsarbeit, auf die die Festredner aus unterschiedlichen Perspektiven hinwiesen. Nicht zuletzt richtete sich der Blick auf die geschätzten Kosten der Neuanlage von 293.000 Euro.
Die Hauptpersonen unter den Gästen waren denn auch die Vertreter der Sponsoren. „Ich sage es ganz deutlich: Ohne finanzielle Unterstützung vom Land, Kreis, Sparkasse sowie Verbandsgemeinde und Ortsgemeinde wäre dieses Projekt für einen Verein unserer Größenordnung nie möglich gewesen“, machte der geschäftsführende Vorstand Thomas Peter deutlich. VG-Chef Steffen Antweiler bescheinigte dem Verein Mut, ein solches Projekt überhaupt anzustoßen. Die Unterstützung durch die VG sei selbstverständlich gewesen, da die Anlage auch für den Schulsport genutzt werde. Der beste Beweis für die intensive Nutzung des Platzes sei die Tatsache, dass der alte Kunstrasen bereits nach 15 Jahren erneuert werden musste, so Antweiler. Innenstaatssekretär Günter Kern als Vertreter des Landes Rheinland-Pfalz, das 80.000 Euro bereitstellte, verwies auf die erforderliche Stimmigkeit der Rahmenbedingungen. Es habe sich gezeigt, dass dort, wo es Kunstrasenplätze gebe, vor allem der Jugendbereich der Vereine wachse. Kern brachte gleichzeitig Förderbescheide im Rahmen der Dorferneuerung für Einselthum, Lautersheim und Weitersweiler mit. Göllheims Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller nahm dies zum Anlass, dem Staatssekretär den Förderantrag für ein weiteres Göllheimer Projekt ans Herz zu legen: den geplanten Mehrgenerationenplatz auf dem Sportgelände. Hartmüller erinnerte an die Anfänge des Fußballplatzes, der 1972 als Hartplatz eingeweiht wurde. Auf dem neuen Spielfeld habe der TuS in den verbleibenden drei Spielen den Aufstieg geschafft. Ein solcher Erfolg sei auch der heutigen Mannschaft auf dem neuen Kunstrasen zu wünschen. Wichtig für Göllheim, so Hartmüller, sei die gute Jugendarbeit sowie der Breiten- und Seniorensport des TuS. Spaß beim Spielen ohne Unfälle wünschte der Kreisbeigeordnete Michael Ruther in Vertretung des Landrats. Unter den Gesichtspunkten Zeitaufwand, Geldfaktor und Ökobilanz sei der Kunstrasen genau das Richtige, nämlich eine saubere Sache. Denn stinkende Rasenmäher hätten in der Regel keinen Katalysator. Ruthers Hinweis auf die Ökobilanz griff Landschaftsarchitekt Boris Olschewski auf, der das Projekt plante und koordinierte. Wie schon beim ersten Kunstrasen habe man auch jetzt wieder an die spätere problemlose Entsorgung und die Folgekosten gedacht. Mit den verschiedenfarbigen eingearbeiteten Markierungen seien unterschiedliche Spielfeldabschnitte abgesteckt worden. Durch die vorgesehene Querbespielung des Feldes, erläuterte Olschewski, würden die Torräume des Großspielfeldes geschont. Peter schloss den offiziellen Teil der Einweihung mit dem Dank an alle Beteiligten. „Und jetzt feiern wir!“