Donnersbergkreis Umzug auf demselben Gang

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Es gehe um die Vernetzung, darum, Akteure in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zusammenzubringen, zu unterstützen, aber auch Anregungen zu geben: So charakterisiert Hannah-Sophie Stabel ihre Tätigkeit als neue Klimaschutzmanagerin der Stadt. Seit diesem Monat ist sie im Amt und hat Rolf Jäger abgelöst.

„Turbulent“ sei ihr Einstieg gewesen, meint Stabel, die vom Langheckerhof bei Imsbach stammt. „Es ging direkt los.“ So laufe zum Beispiel schon die Aktion Stadtradeln. Als Nachfolgerin von Jäger, der sich jetzt beruflichen Herausforderungen außerhalb der Stadtverwaltung stellt, übernimmt sie auch bestehende Projekte wie diesen bundesweiten Wettbewerb, bei dem es gilt, zugunsten des Klimaschutzes möglichst viele Kilometer auf dem Fahrrad zurückzulegen. Bis gestern hätten sich knapp über 400 aktive Teilnehmer zusammengefunden, die mehr als 70.000 Kilometer gefahren hätten, berichtet Stabel – eine -Einsparung von über 10.000 Kilogramm. Weniger turbulent ging es bei Stabels Umzug ins neue Büro zu: „eine Kiste durch die Tür nebenan.“ Denn auch vorher hat die 29-Jährige schon im Rathaus Nord gearbeitet – allerdings im Regionalbüro Westpfalz der Energieagentur Rheinland-Pfalz. „Das machte den Einstieg leichter, man kennt die Leute auf dem Flur, die Räumlichkeiten, den Arbeitsweg.“ Rund eineinhalb Jahre war sie dort fest angestellt, unterstützte vor allem Kommunen und Unternehmen bei der Ideenfindung, der Umsetzung und bei Projekten rund um die Energiewende. Nebenbei begann sie das Aufbaustudium Technikfolgenabschätzung und Energiewende, das sie in Kürze abgeschlossen haben wird. Vor ihrer Tätigkeit bei der Energieagentur hat Stabel in Bonn Geografie studiert. Ihr neuer Posten ist seit 2012 beim Referat Umweltschutz angesiedelt und war zunächst auf die Dauer von drei Jahren befristet. Denn die Stelle wird gefördert: Zwischen 2012 und 2014 wurde sie zu 95 Prozent aus Bundesmitteln finanziert. Jetzt sind es nur noch 65 Prozent. „Die Anschlussförderung läuft zwei Jahre“, sagt Stabel. Also noch bis Ende 2016. Und danach? Dazu kann die Stadt noch nichts sagen. „Es ist ein sehr spannendes Arbeitsfeld, weil verschiedene Themen zusammenlaufen“, fasst Stabel ihre Motivation zusammen, die Stelle zu übernehmen. Dabei gehe es nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um Nachhaltigkeit und Daseinsvorsorge. „Mir ist es wichtig, dass man über die Möglichkeiten, die es hier gibt, informiert“, sagt Stabel. Städte hätten zudem eine Vorbildfunktion. Durch ihre öffentlichen Maßnahmen könnten andere dazu animiert werden nachzuziehen. Und wie steht die Stadt beim Klimaschutz da? Das Thema sei schon längere Zeit auf der Agenda, auch schon Jahre bevor es einen Manager gegeben habe, betont Stabel, die im Privatleben statt auf ein eigenes Auto auf Fahrgemeinschaften setzt. Die Stadt arbeite daran, das Klimaschutzkonzept 2020 umzusetzen, das 2010 vom Stadtrat beschlossen wurde. Ziel der sogenannten klimaschutzbasierten Wirtschaftsförderungsstrategie ist es auch, die -Emission zu senken: um mindestens 40 Prozent bis 2020. Als Berechnungsbasis dienen dabei Werte aus dem Jahr 1990. „Aktuell liegen wir bei zirka 35 Prozent“, sagt Stabel. Bei der Konzeptumsetzung sieht die Stadt unter anderem auch Optimierungspotenzial im Bereich Verkehr. So werde etwa bei den Ampeln nach und nach auf energiesparende LED-Technik umgerüstet. Das Thema Elektromobilität, das im Klimaschutzkonzept eine Rolle spielt, wird Stabel ebenso beschäftigen. Generell steht bei ihr die Maßnahmenumsetzung aus diesem Strategiepapier im Fokus, nicht zuletzt durch den jährlichen Bericht darüber. Weitere Aufgabe: die Fördermittelakquise. Das bedeutet: „Den Überblick darüber zu haben, was wie gefördert wird, wo und wie die Stadt mit Programmen reinkommen könnte.“ Auch die Öffentlichkeitsarbeit, die Betreuung der Klimaschutzplattform für Kaiserslautern oder die Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale gehören unter anderem zu ihrem Arbeitsfeld.

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