Donnersbergkreis Umsatzerlöse und Kosten steigen

Das Westpfalz-Klinikum mit seinen vier Standorten in Kaiserslautern, Kusel, Kirchheimbolanden und Rockenhausen hat 2014 einen Jahresüberschuss von rund 224.000 Euro erwirtschaftet.
Der stellvertretende Klinikum-Geschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter Finanzen, Thorsten Hemmer, äußerte sich zufrieden: „Angesichts der widrigen Rahmenbedingungen in der Krankenhausfinanzierung können wir stolz sein, ein ausgeglichenes Jahresergebnis erzielt zu haben.“ „Wesentlicher Erfolgsfaktor“ waren nach Darstellung Hemmers die gestiegenen Umsatzerlöse im vergangenen Jahr. Sie lagen bei 250 Millionen Euro, ein Plus von acht Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Ebenfalls im Plus entwickelte sich nach Angaben Hemmers die Anzahl der stationär aufgenommenen Patienten in den vier Standorten. Sie stieg von rund 52.000 auf 54.000 im Jahr 2014. Hemmer würdigte die Tatsache, dass es im abgelaufenen Jahr gelungen sei, die Leistungen des Westpfalz-Klinikums zu steigern und dank engagierter Mitarbeiter mehr Patienten in den Krankenhäusern zu behandeln. Freilich schlugen auf der Ausgabenseite auch die gestiegenen Kosten zu. Bei einer unveränderten Belegschaft von rund 4000 Mitarbeitern stiegen die Personalkosten von rund 170 Millionen Euro 2013 auf 177 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Eine Reduzierung erfuhren dagegen die Ausgaben bei Investitionen. Wurden im Jahr 2013 noch 19 Millionen Euro in den Gebäudebestand sowie in die Einrichtung und Ausstattung investiert, waren es im vergangenen Jahr nur 7,6 Millionen Euro. Der Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums, Peter Förster, äußerte die Hoffnung auf ein „wirtschaftliches ebenso gutes Jahr 2015“. Mit Sorge schaut Förster indes auf 2016, wo die geplante Krankenhausstrukturreform greifen wird. „Mit der geplanten Gesetzesreform werden den Kliniken wichtige Finanzmittel gekürzt und gleichzeitig wird noch mehr Bürokratie auferlegt. Die Reform geht klar zu Lasten von Mitarbeitern, Patienten und Krankenhausträgern.“ (rdz)