Tischtennis
Umfrage bei den Tischtennis-Vereinen im Donnersbergkreis
Eigentlich sollte es laut dem Pfälzischen Tischtennisverband mit der aktuellen Saison Anfang März weitergehen. Gunter Franck, der Erste Vorsitzende des TTC Winnweiler, ist sich aber derzeit nicht sicher, wie das vonstatten gehen soll. „So wie es aussieht, wird der Lockdown verlängert. Somit wird wohl auch die Fortsetzung verschoben. Aktuell weiß niemand richtig, wie es weitergeht“, sagt er.
Tischtennisplatten im Keller
Die Damen des TTC spielen in der Oberliga, die Herren in der 1. Pfalzliga. Doch seit November konnte kein Team mehr trainieren. „Einige Leute habe Tischtennisplatten im Keller, aber eigentlich ruht derzeit alles. Unsere Dritte Mannschaft wurde ja schon vor Rundenbeginn abgemeldet, weil die Spieler gesagt haben, dass sie bei diesen ganzen Vorschriften keine Lust haben zu spielen“, erzählt Franck. „Bei den höherklassigen Teams macht halt jeder etwas für sich, so gut es geht. Ich spiele ja auch noch, aber ich habe seit März keinen Schläger mehr in der Hand gehabt.“
Bei den Oberliga-Damen gab es den Vorschlag, an drei Wochenenden alle Spiele an einem Ort auszutragen. „Doch das wurde von den Mannschaften abgelehnt, weil zu viele Leute in der Halle wären. Das ist ja kontraproduktiv.“ Er selbst findet die Tatsache, dass der Spielbetrieb im Tischtennis eingestellt wurde, und die ganzen Lockdownmaßnahmen eher kritisch. „Wir hatten gute Konzepte, aber gut, wir hoffen nun, dass wir bald wieder in der Halle trainieren können“, so Franck.
Die Oberliga-Damen der TSG Zellertal halten laut Mannschaftskapitänin Silke Ermel über die Sozialen Medien regelmäßigen Kontakt miteinander. „Ich habe da jetzt keine Angst, dass wir als Mannschaft auseinanderbrechen. Wenn wir hoffentlich bald wieder dürfen, dann sind auf jeden Fall wieder alle da“, sagt sie. „Die Maßnahmen finde ich vernünftig, natürlich haben wir ein sehr gutes Hygienekonzept gehabt. Doch wenn ich ehrlich bin, Spaß, so zu spielen, hat das keinem gemacht. Du gehst mit der Maske an die Platte, dann spielst du, und das ist ja auch sehr anstrengend. Doch du musst sie gleich wieder aufziehen. Und wir lieben auch das Gesellige nach dem Spiel. Das gab es ja nicht mehr.“
Trübe Stimmung
Ermel hofft, dass man bald wieder in die Halle kann. „Wir müssen halt noch ein paar Wochen die Pobacken zusammenkneifen“, sagt sie und bedauert: „Wir hatten gerade wieder viele Jugendliche, was beim Tischtennis ja schon toll ist, dann kam Corona. Ich hoffe, dass die Kinder, wenn es wieder los geht, auch wieder kommen.“ Ermel sagt: „Ich würde schon sagen, dass man die Saison annulliert und dann wieder von null anfängt.“
Beim ASV Höringen, dessen Erste Herren in der 2. Pfalzliga spielen, ist die Stimmung derzeit etwas trübe.
„Momentan ist gar nichts los“, erzählt Wolfgang Frohs, der Teamkapitän der Ersten Mannschaft. „Wir sind ja in die Saison gestartet, um den Ligaverbleib zu schaffen, wir hatten ja schon einige Abgänge. Aber wir haben uns gut geschlagen, waren gut drauf und dann kam der Stopp“, erzählt er. „Dass man nicht weiß, wie es weitergeht, ist halt einfach nicht schön. Wir hatten eigentlich gute Konzepte. Klar war das mit dem Melden anstrengend, aber dass man das dann alles gestoppt hat, war ein Schock.“ Frohs hofft, dass die Saison fortgesetzt wird, auch wenn er sagt: „Momentan sieht es da eben eher schlecht aus.
Bei den TTF Rockenhausen ist Daniel Heintz Jugendwart und auch Mannschaftsführer der Ersten Herrenmannschaft, die in der Bezirksoberliga spielt. „Wir konnten ja am Anfang der Saison in der Donnersberghalle spielen, weil die Realschule in Rockenhausen gesperrt war. Aber das war von der Organisation schon schwierig, dennoch hat es auch mit den Meldungen zu den Spielen von Akteuren, den Masken, den Hygienemaßnahmen eigentlich gut funktioniert. Dann kam halt der neue Lockdown“, sagt Heintz. „Natürlich ist die Situation momentan nicht schön, aber da müssen wir jetzt durch.“
Ob er Angst habe, dass nach dem Signal einer Öffnung die Spieler nicht mehr kommen? „Nein, ich denke, wir werden uns schnell wieder finden.“ Heintz hofft nur, dass bei einem erneuten Start dem Klub auch die Realschulhalle wieder zur Verfügung steht. „Es geht um zwei Türen, die in der Halle eingebaut werden müssen. das müsste doch drin sein. Es wäre traurig, wenn es wieder losgeht, und wir haben keine Halle zum Spielen.“
Hans-Jürgen Fromkorth vom TTC Börrstadt macht klar: „Die sollen sich unterstehen, die Saison jetzt noch fortsetzen zu wollen. Unsere Planungen gehen schon in Richtung neue Runde. Wir haben die aktuelle Runde schon abgeschrieben.“
Die Pause habe dem Klub einige Mitglieder gekostet. Aber Fromkorth ist zuversichtlich, dass beispielsweise die Ersten Herren wieder komplett in der Bezirksliga antreten können. Der Teamchef macht sich um eine Sache ganz große Sorgen. „Wir haben für die Akteure vor dem Lockdown neue Trainingsanzüge bestellt. Ich hoffe jetzt nur, dass die den Jungs auch noch passen, wenn ich sie wieder in der Halle sehe.“