Donnersbergkreis Umfassendes Angebot

91-93069730.jpg

Göllheim. 2009 schlossen sich die Handballabteilungen des TuS Göllheim und der TSG Eisenberg zur Handball-Region (HR) Göllheim-Eisenberg zusammen. Insbesondere die Förderung des Nachwuchses nimmt bei den „Nordpfälzer Wölfen“, wie sich die HR nennt, einen hohen Stellenwert ein.

Wer in der Umgebung von Göllheim und Eisenberg Handball spielen möchte, kommt an den „Nordpfälzer Wölfen“ nicht vorbei. Mit derzeit drei Mannschaften im Aktivenbereich und acht Jugendmannschaften bietet die HR ein umfassendes Handball-Angebot. Mehr als 110 Kinder und Jugendliche, die sich auf acht Teams verteilen, nehmen derzeit am Spielbetrieb des Pfälzer Handballverbandes teil. Schon ab dem Alter von fünf Jahren können die Kleinsten bei den „Minis“ mitmachen. „Hier stehen der Spaß und unterschiedliche Bewegungserfahrungen im Vordergrund“, betont Jürgen Dhom, Jugendtrainer und Vorsitzender des Göllheimer Fördervereins. Auch bei der weiblichen D-Jugend, die von Jugendleiter Kristof Wachsmuth trainiert wird, steht nicht unbedingt nur der absolute Leistungsgedanke im Vordergrund, auch wenn sie schon zweimal in der Woche trainieren. Erst mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil des Technik- und Taktiktrainings zu. 14 Trainer und vier Betreuer kümmern sich um die HR-Teams. Den „Wölfen“ ist es dabei besonders wichtig, dass sich die Trainingsinhalte am Rahmentrainingsplan des Deutschen Handballbundes (DHB) orientieren. Überhaupt besitzt die Jugendarbeit bei Göllheim-Eisenberg einen großen Stellenwert. In der näheren Umgebung gibt es nur wenige Handballvereine, so dass die HR mehr als andere auf den eigenen Nachwuchs angewiesen ist. „Praktisch alle Spieler unserer Aktivenmannschaften kommen aus unserer eigenen Jugend. Wir legen da ein ganz großes Augenmerk darauf“, verdeutlicht Dhom. Dass das nicht ganz einfach ist, ist selbstredend. Wie bei anderen Sportarten auch, kämpft auch die HR mit Nachwuchsproblemen. Hier bieten die „Wölfe“ ihren Jugendspielern ein umfangreiches Angebot, dass sich nicht nur auf das Training in der Halle beschränkt. Seit zehn Jahren können Jugendliche am Sportcamp teilnehmen, bei dem nicht nur Handball, sondern auch noch andere Sportarten trainiert werden. Besuche bei Bundesligaspielen der Rhein-Neckar-Löwen oder der TSG Friesenheim werden ebenso angeboten wie Trainingseinheiten mit Profis. So gaben schon die ehemaligen Nationalspielspieler Jan-Olaf Immel und Hennig Fritz ihr Wissen an den Nordpfälzer Nachwuchs weiter. „Wir bieten darüber hinaus auch noch gemeinsame Weihnachtsfeiern, Wochenendfahrten in Jugendherbergen oder auch Kino- und Bowlingbesuche an“, sagt Jürgen Dhom. Größer als die Nachwuchssorgen ist allerdings, dass sich nur sehr schwer geeignete Trainer und Funktionäre finden lassen. „Wir sind intensiv dabei zu prüfen, wie wir dies lösen können“, erklärt Dhom. Trainerfort- und ausbildungen sind selbstverständlich. Nicht selbstverständlich ist allerdings, dass die HR mit Salvatore Attilo über einen Athletiktrainer verfügt, der schon mit den Jugendlichen gezielte Kräftigungs- und Stabilisationsübungen sowie Verletzungsprophylaxe durchführt. Dafür verfügt die HR mit einer optimalen Trainingsausstattung über beste Voraussetzungen. Für die Auswärtsspiele der Jugendmannschaften steht den „Jungwölfen“ sogar ein eigener Kleinbus zur Verfügung. Mit dem Trainer der ersten Herrenmannschaft, Johannes Finck und der Spielertrainerin der Damen, Sina Graf stellt die HR zwei Ausbildungsreferenten beim Pfälzer Handballverband. Damit schuf sich die Handball-Region beste Voraussetzungen, um nachhaltig gute Nachwuchsarbeit zu leisten. „Die Nordpfälzer Wölfe sind die erste Adresse für Handball in der Nordpfalz. Spaß und soziales Engagement werden in der Jugendarbeit genauso wichtig genommen, wie die Talentförderung und das Erreichen eines hohen Handballniveaus“.

x