Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Steinbachs Coach: „Wir haben uns selbst geschlagen“

Rico Metz vom TuS Steinbach versucht durchzustarten. Links Benjamin Fuchs, rechts Edmond Imeraj vom SV Steinwenden.
Rico Metz vom TuS Steinbach versucht durchzustarten. Links Benjamin Fuchs, rechts Edmond Imeraj vom SV Steinwenden.

Während es für den SV Steinwenden in der Verbandsliga läuft, klappt beim TuS Steinbach gerade gar nichts. Der Druck für das Team vom Donnersberg steigt.

Es passt gerade irgendwie nicht beim Team vom Donnersberg. Fußball-Verbandsligist TuS Steinbach wartet auch nach Saisonspiel zwölf noch auf den ersten Saisonsieg. Die Donnersberger verloren am Sonntagnachmittag bei Schmuddelwetter ihre Heimbegegnung gegen den SV Steinwenden mit 1:4 (1:1). Damit bleiben die Steinbacher mit nur drei Punkten auf dem letzten Tabellenrang. Der SV Steinwenden dagegen hat sein fünftes Spiel in Serie gewonnen. Die Mannschaft von Spielercoach Sascha Hammann ist seit sechs Partien ungeschlagen und nistet sich immer mehr im Tabellenmittelfeld ein.

Irgendwann müssen die Steinbacher endlich punkten. Der Rückstand ans sichere Ufer ist nach der neunten Niederlage weiter angewachsen. Das Team von Spielertrainer Daniel Ghoul hat nur sieben Zähler Rückstand auf den Ligazwölften und Fünftletzten FK Pirmasens II, der Stand Sonntag gerettet wäre.

Ein Treffer fast wie aus dem Nichts

„Wir haben uns wieder einmal selbst geschlagen“, befand der Steinbacher Coach und fügte an: „Wir haben gegen eine Mannschaft verloren, die gar nichts machen wollte. Das war von beiden kein Verbandsliganiveau.“ Vor 175 Zuschauern war der TuS Steinbach tatsächlich die aktivere Mannschaft. Der SV Steinwenden stand sehr tief und kompakt in der Defensive und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Beide Teams agierten aber offensiv sehr vorsichtig. Steinwenden kam fast wie aus dem Nichts zur 1:0-Führung: Elias Schulze traf nach einem Stellungsfehler der Steinbacher (17.).

Das Team aus dem Kreis Kaiserslautern hatte in der ersten Hälfte wenige, aber die besseren Chancen. Nur fünf Minuten nach der Führung vergab Schulze mit einem Volleyschuss das 2:0 (22.). Dann kamen die Steinbacher endlich einmal vor den Strafraum. Vier Minuten vor der Pause erzielte Mika Herbert das 1:1 (41.). Das Unentschieden zur Pause war gerecht. „Beide Mannschaften haben in den ersten 45 Minuten recht energielos gespielt“, sagte der Steinbacher Spielertrainer Daniel Ghoul.

Der TuS kam engagiert aus der Kabine. Doch zehn Minuten nach Wiederanpfiff wurden die Steinbacher kalt erwischt. Der Steinwendener Bender fand die Schnittstelle in der Defensive der Donnersberger. Leon Schmitt nahm den starken Pass auf und ließ dem Steinbacher Milan Junghans keine Chance. Steinwenden führte mit 2:1 (55.). Und auch danach leisteten sich die Platzherren zu viele Fehler, die der SVS eiskalt ausnutzte. Steinwendens Spielertrainer setzte in der 60. Minute zu einem tollen Solo an und markierte das 3:1 (60.). Der Coach war es auch, der dann mit dem 4:1 (77.) die Entscheidung besorgte.

„Wir machen die Fehler, die anderen nicht“

„Wir schwimmen zwar 90 Minuten mit, aber jedem Gegentreffer ging eigentlich ein individueller Fehler voraus. Das ist dann auch im Moment eben der Unterschied. Wir machen die Fehler, die anderen nicht. Die machen die Tore, wir nicht“, analysierte der Steinbacher Coach Daniel Ghoul.

Mit 16 Punkten aus den letzten sechs Partien hat der SV Steinwenden dagegen eine tolle Serie hingelegt und will den Schwung weiter mitnehmen. Coach Hammann zeigte sich nach dem Spiel natürlich vor allem mit der Chancenverwertung hochzufrieden. Und vielleicht kann der TuS ja noch höher in der Tabelle klettern. Am kommenden Spieltag empfängt die Hammann-Truppe den Verbandsliga-Spitzenreiter TuS Mechtersheim, während Steinbach zum Tabellenvorletzten, der SG Eintracht Bad Kreuznach reist (beide Sonntag, 15 Uhr).

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