fussball
TuS Rüssingen schlägt den ASV Fußgönheim
Das schweißgetränkte schwarze T-Shirt klebte am Körper von ASV-Trainer Ediz Sari. Der Coach hatte mit seiner Mannschaft gelitten. „Das war heute unser bisher bestes Saisonspiel. Wir waren die stärkere Mannschaft und haben unglücklich verloren“, erklärte der ASV-Coach. Sein Rüssinger Kollege Ako Yalcin sah es ähnlich: „Es war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben die Tore zu psychologisch wichtigen Zeitpunkten geschossen. Aber ein großes Kompliment an Fußgönheim. Das Team hat nie aufgesteckt.“
Eine intensive Partie
Dies kann man den Gastgebern nun wirklich nicht anlasten. Der ASV investierte in eine intensive Partie viel Herzblut, Leidenschaft und Lauffreude. Da gab es mitunter sehr gute Seitenverlagerungen, und es wurde mit viel Tempo gespielt. Dazu gingen die Fußgönheimer keinem Zweikampf aus dem Weg. Die Platzherren wehrten sich. „Wir waren gegen einen Titelfavoriten teilweise am Drücker, haben uns etliche gute Chancen herausgespielt, die wir aber besser nutzen müssen. Das war Pech und Unvermögen“, sagte Christian Heil. Der 35-jährige Innenverteidiger brachte die gewohnt gute Leistung, war kopfballstark und hatte in der Offensive zwei, drei gute Aktionen. „Viel können wir uns nicht vorwerfen“, bilanzierte er.
Geschwindigkeit und Technik
Die Rüssinger verbanden einerseits Ballsicherheit, Geschwindigkeit und Technik, trotzdem hatte es lange den Anschein, als wolle die Mannschaft mit möglichst geringem Aufwand die drei Punkte einfahren. Man kann aber auch sagen, dass der TuS eine gnadenlose Effektivität an den Tag legte. Die ersten drei Möglichkeiten führten jeweils zu Toren. „Bei einem angeschlagenen Gegner antreten ist nie einfach“, philosophierte Yalcin.
Schwäche bei Standards
Der Hauptgrund für die Niederlage lag für Sari in der Schwäche bei gegnerischen Standards. Allen vier Gegentoren gingen ruhende Bälle voraus. Zweimal war es eine Ecke, zweimal ein Freistoß. „Ich habe noch überlegt, ob ich den kopfballstarken Martin Rau bringen soll“, sinniert der Fußgönheimer Trainer. Er tat es nicht. Die Rüssinger, die nur mit einem elf Mann starken Kader angereist waren, profitierten auch davon, dass alle vier sehenswerten Treffer nach spektakulären Aktionen fielen. Solche Tore gelingen einerseits nicht in jeden Spiel, unterstreichen andererseits aber auch die große individuelle Klasse der Gäste. „Da müssen wir einfach besser verteidigen“, kritisierte Sari.
So spielten sie
ASV Fußgönheim: Tilger-Kuhn - Marino (64. Rau), Fichtner (72. Sempert), Heil, Koc - Mamone, Dominik Jolic (46. Lee) - Demirhan, Amiri, Maier - Jungblut
TuS Rüssingen: Rachoni - Guimaraes, Monteiro, Lima Barboza, Simao Marques - Delacorte, Isabelinha - Dju, de Oliveira Nogueira, de Oliveira Ambrosio - Baro