Donnersbergkreis Turbulenter Auftakt in Münchweiler

MÜNCHWEILER. Turbulent ging es zu Saisonbeginn beim TuS Münchweiler zu. Aus privaten und beruflichen Gründen trat Ralf Dämgen als Trainer nach dem zweiten Spieltag zurück. Der Neue, Klaus Schäffler, wollte eigentlich nur Zuschauer seines Sohnes sein. Jetzt steht er wieder, und erstmals für eine Herrenmannschaft im Donnersbergkreis, in der Pflicht und hat als Ziel einen sicheren Mittelfeldplatz genannt.
„Das kam für uns alle ziemlich plötzlich und unerwartet“, erinnert sich Abwehrspieler, Vorstandsmitglied und Co-Kapitän Felix Agne noch genau an die Nachricht von Ralf Dämgen Mitte August, sein Amt als Trainer mit sofortiger Wirkung zu beenden. So begründet Agne auch den mit vier Punkten aus sechs Spielen sehr durchwachsenen Saisonstart. „Nach dem Trainerwechsel musste sich die Mannschaft erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Aber Klaus macht ein super Training“, lobt er den neuen TuS-Coach. Doch wer ist eigentlich genau dieser Klaus Schäffler? Der 56-Jährige wohnt in Enkenbach, hat beim dort ansässigen SV jahrelang aktiv gespielt, war Trainer der A-Jugend sowie der zweiten Mannschaft. Neben den A-Junioren des ASV Winnweiler hat Schäffler auch den SV Neuhemsbach und den ASV Waldleiningen trainiert und wollte dann eigentlich nur noch Zuschauer seines Sohnes Patrick sein. Dieser spielt seit zwei Spielzeiten beim TuS Münchweiler. „Nachdem Ralf aufgehört hat, sind die Verantwortlichen auf mich zugekommen. Ich habe dann mein Engagement bis zum nächsten Sommer zugesagt“, erklärt Schäffler das Zustandekommen seiner jetzigen Tätigkeit, die erste bei einer aktiven Mannschaft aus dem Donnersbergkreis. Gut drei Wochen trainiert der Fertigungssteuerer für die Automobilbranche nun den TuS. „Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut. Die Jungs ziehen mit. Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, gibt Schäffler einen sicheren Mittelfeldplatz als Ziel aus. Für mehr fehle es beim TuS „an Potenzial.“ In den vier Spielen unter seiner Leitung holte der TuS nur einen Zähler. „Da war viel Pech dabei. Beim 1:2 in Heiligenmoschel haben wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und trotzdem verloren. Das 2:2 gegen Stetten war ein Kampfspiel, und in Gundersweiler hätten wir mindestens einen Punkt verdient gehabt, haben aber zu viele Chancen liegen lassen“, kommentiert Schäffler. Begeistert ist der neue Trainer von dem 17 Jahre alten Neuzugang Philip Dautermann von den A-Junioren der TSG Kaiserslautern. „Ein sehr guter Fußballer, der mit der Zeit noch einige Klassen höher spielen kann.“ Am vergangen Sonntag beim SV Alsenbrück-Langmeil gab es für die Schäffler-Elf allerdings eine erneute Niederlage. Sie verlor mit 0:4.