Donnersbergkreis Tausend Steine ins Rollen gebracht

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„Die Zusammenarbeit klappt seit Jahren ausgezeichnet. Und jetzt haben wir, glaube ich, wieder etwas Nettes auf die Beine gestellt.“ Das ist der Kommentar von Bärbel Burkard, Ehrenamtsbeauftragte des Seniorendomizils „Haus Antonius“ in Göllheim, zu einer Aktion, die „ihre“ Bewohner gemeinsam mit 120 Schülern der Grundschule „Königspfad“ in dieser Woche abschließen konnten. Es geht um Glückssteine.

Was heißt das genau? Bärbel Burkard ist immer auf der Suche nach Ideen, nach Aktivitäten für alte und für ganz junge Menschen, die von allen gut zu bewältigen sind, ohne anspruchslos zu sein. Ihr Ziel ist auch immer, die Öffentlichkeit in der Gemeinde daran teilhaben zu lassen. Und ein paar Wochen vor den großen Ferien stand für Burkard fest: „Wir machen etwas mit Steinen!“ Die sollten bemalt in Säckchen verpackt und – versehen mit einer Einladung zum Sommerfest – an die Göllheimer als Glücksbringer verteilt werden. Das Vorhaben wurde der Grundschule vorgestellt, die gern bereit war mitzumachen. Lehrerin Chantal Curkovic nahm die Organisation in die Hand, und dann konnte es losgehen. Möglichst gleichmäßig geformte Kieselsteine und gute Stifte mussten gekauft werden. Burkard gelang es, für diese Ausgaben einige Sponsoren zu finden, ohne die so etwas nicht läuft: Bürgermeister Steffen Antweiler für die Verbandsgemeinde, die Hofapotheke in Ludwigshafen, die Sparkasse Donnersberg und Christopher Krill aus Kerzenheim. Und dann kamen vier Monate lang wöchentlich einmal für anderthalb Stunden Gruppen von Schülern ins Seniorendomizil, um die Kieselsteine gemeinsam mit den alten Menschen zu bemalen. Kleine Kunstwerke sind dabei entstanden, und es wurde viel „gebabbelt“ und gelacht. Einige Kinder begleiten „ihre“ Senioren schon seit recht langer Zeit, sie waren schon als Kita-Zwerge mehrfach im Heim und kennen sich aus; alte Bekannte halt – im wahrsten Sinne des Wortes. „Der Umgang miteinander ist nicht mehr von Hemmungen und Vorbehalten geprägt, sondern inzwischen selbstverständlich. Und das ist gut so“, freut sich Antweiler, dem die Aktion besonders am Herzen liegt. Am Ende waren über 1000 Steine mit den unterschiedlichsten Motiven versehen worden: unter anderem mit Bäumen, Schildkröten, Herzen und Blumen. Ein Exemplar konnten die Kinder behalten, eins zum Verschenken mitnehmen. „Die übriggebliebenen mussten jetzt noch verpackt werden. Es galt, aus Stoffresten 995 bunte Säckchen zu nähen. Das war die Stunde für meine handarbeitsbegabten Damen im Heim, Bewohnerinnen und Ehrenamtliche. Man kann sich vorstellen, das war schon eine ordentliche Herausforderung!“, erzählt Burkard. Natürlich hat alles geklappt, schon vor den großen Ferien konnte der große attraktive „Steinhaufen“ besichtigt werden. Und am Dienstag danach war es dann so weit. Nachdem die Göllheimer am Wochenende vorher durch eine Ankündigung in der RHEINPFALZ „vorgewarnt“ worden waren, machten sich die Schüler – begleitet von ihren Lehrerinnen Chantal Curkovic und Laura Fröhlich – auf den Weg zu den Briefkästen der Einwohner, in die sie die Säckchen warfen. Manchmal kam auch jemand an die Haustür und nahm es persönlich in Empfang, beispielsweise Christa Rudolph, die findet: „Das ist eine ganz goldige Idee. Ich habe mich über das kleine Geschenk sehr gefreut.“ Tatsächlich gab es auch Unzufriedenheit. „Wir haben keinen Stein erhalten. Wann kommt ihr denn zu uns?“, hieß es zum Beispiel. Endlich mal eine nette Beschwerde! Alle Beteiligten hatten ihre Freude an der Aktion, die Kinder waren sich einig: „Es war supertoll! Das hat richtig Spaß gemacht!“ Manchmal braucht es nur einen bemalten Stein, ein Stück Stoff, ein Bändel und ein Lächeln, um ein wenig Glück zu bringen.

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