Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Steinbachs Trainer Ghoul: „Da war sogar ein Sieg drin“

Streckt sich mehr als sein Gegenspieler: Christopher Lampert vom TuS Steinbach.
Streckt sich mehr als sein Gegenspieler: Christopher Lampert vom TuS Steinbach.

Na also. Es geht doch. Fußball-Landesligist TuS Steinbach hat am Sonntagnachmittag in seinem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten TSV Gau-Odernheim noch einmal überrascht. Der Ligavorletzte trotzte dem Favoriten ein 3:3 (2:3) ab.

Mit dem Punkt beim 3:3 (2:3) gegen den TSV Gau-Odernheim machte der TuS Steinbach zwar keine großen Sprünge in der Tabelle. Aber in der Endabrechnung kann der eine Zähler vielleicht noch das Zünglein an der Waage sein.

„Wir sind stolz, dass wir gegen so einen guten Gegner noch einen Punkt geholt haben. Dass wir trotz eines 1:2- und 2:3-Rückstandes jeweils zurückgekommen sind“, sagte der Steinbacher Spielertrainer Daniel Ghoul nach dem Coup vor 150 Zuschauern. „Ich bin schon überrascht, denn ich muss im Rückblick sagen, wir waren 70 Minuten lang die bessere Mannschaft. Über das ganze Spiel gesehen war da sogar ein Sieg drin. Denn zwei Gau-Odernheimer Treffer dürfen eigentlich gar nicht zählen. Da hat uns der Schiedsrichter klar benachteiligt.“

Der TuS begann bei Minustemperaturen stark und kam verdient zum 1:0. Cedric Fischer gelang in der 17. Spielminute die Führung. In der Folge bestimmte tatsächlich der Aufsteiger die Partie. Doch die Gau-Odernheimer zeichnen sich in dieser Saison durch ihre Effektivität aus. So auch diesmal. Zunächst gelang Belel Meslem das 1:1 (18.). Vier Minuten später erhöhte Gau-Odernheims Top-Torjäger Fabio Moreno Fell auf 2:1 (22.). „Dem Treffer ging aber ein ganz klares Foul voraus“, sagte Daniel Ghoul.

Elfmeter oder nicht?

Die Steinbacher ließen sich nicht unterkriegen und spielten weiter munter nach vorne. Ghoul selbst gelang das 2:2 (34.). In der Folge war Steinbach besser. Doch wieder schlugen die Gau-Odernheimer zu. Dann entschied Schiedsrichter Jannis Kaufmann auf Handelfmeter für den Favoriten. Was war passiert? Nach einem Gau-Odernheimer Eckball bekam der Steinbacher Stürmer Dominik Schwarz den Ball an den Oberarm. Für den Unparteiischen offenbar ein klarer Regelverstoß. Für den Steinbacher Coach Ghoul dagegen ein Unding. „Den kann er eigentlich nicht geben, das war niemals ein Handelfmeter. Unser Spieler hatte den Arm klar angelegt. Da sind wir wie beim 1:2 klar benachteiligt worden. Das ist ein Witzelfmeter gewesen“, klagte der TuS-Coach. Fabio Moreno Fell verwandelte eiskalt zum 3:2 (37.).

Im zweiten Durchgang drückten die Steinbacher zunächst. „Wir haben wirklich ein super Spiel gemacht“, lobte Ghoul. Felix Metzinger erzielte in der 67. Spielminute das 3:3 (67.). Es war der bis dato absolut verdiente Ausgleich.

Rot für Patrick Wolf

In den abschließenden 20 Minuten warf dann aber der TSV Gau-Odernheim alles nach vorne. Die Rheinhessen operierten nun mit langen Bällen und machten mächtig Druck. Die Steinbacher verteidigten aufopferungsvoll. Dann sah der TuS-Co-Trainer und Defensivspezialist Patrick Wolf nach einem Foulspiel die Rote Karte (90.+6). Insgesamt ließ Schiedsrichter Kaufmann elf Minuten nachspielen. „Gott sei Dank haben wir das Spiel über die Zeit gebracht. Gau-Odernheim hat uns in der Schlussphase doch noch einmal mächtig in die Bredouille gebracht“, sagte ein erleichterter Steinbacher Spielertrainer nach Spielschluss.

Somit gehen die Steinbacher als Ligavorletzter in die Winterpause. Fünf Punkte beträgt der Rückstand des Aufsteigers auf den ersten Nichtabstiegsrang. Das eigentlich für das kommende Wochenende angesetzte Nachholspiel zu Hause gegen den FC Basara Mainz wurde in den Februar des kommenden Jahres verlegt. Ghoul: „Es ist schön, dass wir uns mit einem positiven Gefühl in die Winterpause verabschieden können.“

x