Donnersberger Echo RHEINPFALZ Plus Artikel Stadt der Suppen und Kreis der Hütten-Vielfalt – unsere Wochenendkolumne

suppe

Lecker essen zählt zu den Lieblingsbeschäftigungen vieler Menschen. Warum Suppenliebhaber sich besonders auf den zweiten Sonntag im Oktober freuen und wo sich Wanderer stärken können.

Kirchheimbolanden, Kibo, Kerchem, die Kleine Residenz. Vielfach gab und gibt es auch Überlegungen, wie sich die Kreisstadt als Hochzeitsstadt etablieren ließe. Bei einer solchen Namensvielfalt, wie wäre es denn mit dem Versuch, sie auch als Suppenstadt bekannt zu machen? Die Suppenlative, seit vielen Jahren Glanzstück des Oktobermarkts, hat schon mehrere Nachahmer gefunden, wie Orgachef Paul Langer verraten hat. Oder zumindest solche, die das Konzept gerne ebenso erfolgreich kopieren würden – das gelinge aber nicht so wirklich, die Veranstaltung bleibe ein Alleinstellungsmerkmal der Kerchemer.

Am Sonntag, 8. Oktober, wird wieder mächtig was los sein auf dem Römerplatz, wenn ab Mittag 19 verschiedene Suppen – insgesamt 600 Liter – auf hungrige Besucher warten. Nahezu einzigartig ist, dass nicht nur Gastronomen den Kochlöffel schwingen, sondern auch andere ihre mittlerweile große Suppenroutine mit einbringen, wenngleich die Vereine nicht mehr in so großer Anzahl vertreten sind wie in der Anfangsphase. Und doch kann sich das Angebot auch diesmal wieder sehen lassen, Tausende Gäste werden erwartet.

Im Morgengrauen am Suppentopf

Dass sich solche riesigen Suppenmengen nicht mal eben mit wenigen Handgriffen zubereiten lassen, versteht sich von selbst. Daher köchelt es in Kibo schon früh am Sonntagmorgen, lange bevor der Ansturm beginnt. Schon ab etwa 6 Uhr dürften notorische Frühaufsteher den löffelschwingenden Paul Langer in der mobilen Küche auf dem Römerplatz entdecken können. Denn es wird ja tatsächlich Haus- und Handgemachtes kredenzt, Tütensuppen kommen den Gästen nicht in den Teller.

„Kirchheimbolanden – Stadt der Suppen“ – klingt auf den ersten Blick etwas sperrig, aber vielleicht fällt ja jemandem etwas Griffigeres ein. Street-Food-Märkte boomen, die reine Suppenvariante hat da sicherlich auch noch mehr überregionales Potenzial – wenngleich das Einzugsgebiet ja schon jetzt weit über die Stadtgrenzen hinausgeht.

Berichten Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns doch gerne nach der Suppenlative, welche Suppen Ihre Favoriten am Sonntag gewesen sind. Der Autor dieser Zeilen, bekennender Suppenliebhaber, der vor vielen Jahren tatsächlich mal eine weiße Tomatensuppe zustande gebracht hat (das Rezept – lange vor der Chefkoch-App – kam damals vom inzwischen leider viel zu früh verstorbenen RHEINPFALZ-Fotografen und Freund Markus Hoffmann), freut sich auf Ihre Einschätzung. Auch wenn im Redakteursalltag die Entscheidung dann doch oftmals zwischen gelb und grün verpackten Tütensuppen fallen muss. Nicht aber am Sonntag.

Hütten – nicht nur beim Pfälzerwald-Verein

Suppe gibt’s übrigens auch auf vielen Wanderhütten. Vor einigen Tagen hatten wir eine Übersicht zusammengestellt, wo sich Hütten des Pfälzerwald-Vereins finden und zu welchen Öffnungszeiten hungrige Wanderer dort einkehren können. Die Rückmeldungen zeigen, dass es jede Menge Menschen im Donnersbergkreis gibt, die sich dafür interessieren. Ein kleines Versäumnis ist uns dabei unterlaufen: An der Kupferberghütte in Imsbach können Wandersleut nicht nur sonntags, sondern auch an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr einkehren. Die Hütte macht zwar ab November Winterpause, aber fürs nächste Jahr schon mal vormerken! Außerdem haben Uwe und Uta Christiansen von der Kronbuchenhütte darauf hingewiesen, dass es natürlich nicht nur Hütten des Pfälzerwald-Vereins gibt. Da es im Donnersbergkreis nur diese eine sei – ebenfalls im Imsbacher Wandergebiet –, wollen wir die natürlich nicht unter den Tisch fallen lassen: Dort ist samstags von 12 bis 18 Uhr (in der Winterzeit , von November bis März 13 bis 18 Uhr), sonn- und feiertags von 11.30 bis 18 Uhr (Winter 12 bis 18 Uhr) geöffnet. An manchen Samstagen gibt es sogar „handgemachte irische Musik mit Geige und Gitarre“.

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