Donnersbergkreis Sportlich in tropischer Hitze
Bei tropischen Temperaturen veranstaltete die Albert-Schweitzer-Realschule Winnweiler ihr Sommerfest. Thema war „Frankreich“ in Anlehnung an die laufende Europameisterschaft. Bei den meisten Spielen musste man ein wenig zuzahlen für einen guten Zweck: Ab September wird der Schulhof mit einem neuen Spielgerät ausgestattet.
„Mei Mudder hockt im Schwimmbad un losst sich’s gut gehe! Un ich muss do bleibe“, beklagte sich eine Schülerin über die drückende Hitze am Freitagnachmittag. Trotzdem sorgten die Lehrer, Eltern und die Schüler für tolle Spiele. Auch mit einer kleinen Meisterschaft lockte man die Jugend zu sportlichen Leistungen an. Immer wieder schön ist es, wenn Mädchen und Jungs nicht landläufigen Rollenbildern folgen. So hatte sich die 15-Jährige Lisa-Marie zwar im Schulpraktikum für einen Friseursalon entschieden, dann aber erkannt, dass die harte Arbeit doch viel zu schlecht bezahlt sei. Die Alternative: Sie möchte lieber Feinmechanikerin werden. Ein Zwölfjähriger wiederum zeigte, dass Tanzen nicht nur was für Mädchen ist. Bei der Vorführung der Fünftklässler zeigte Leon sein Können mit einem beeindruckenden Breakdance. Die EM wurde in einem „Menschenkicker“ nachgespielt – blaues gegen rotes Team. In jeder Mannschaft traten sechs Personen an. Vorher konnte man sich noch ein wenig an der Torwand einschießen. Oder beim Tischtennis-Kopfball üben. Buttons konnten bei Nicole Lahmers ganz professionell hergestellt werden. „Für jedes kommende EM-Spiel das passende Flaggen-Button. So ist man bestens vorbereitet!“, erklärte Lahmers ihre Sympathie für die noch verbliebenen Mannschaften. Für das „Bierkistenstapeln“ wurde kurzerhand die Winnweilerer Feuerwehr mitsamt Drehleiter und Korb geordert. Sven Lange sicherte jeden Teilnehmer gut ab. Nico (16) versuchte erst einmal, die richtige Technik herauszukriegen. Nach einigen Versuchen hatte er dann den Dreh raus und schaffte zwölf Kisten. Beim Anbringen der dreizehnten kippte der Turm um. Trotzdem, gut gemacht! Da das Thema aber nun einmal Frankreich war, wurde auch das Lieblingsspiel der Franzosen vorgestellt: Boule, sehr gesellig und für alle Altersgruppen. Für das leibliche Wohl sorgten die Lehrer und Eltern nicht nur mit landestypischen Köstlichkeiten. Da in der Schule recht viele syrische und afghanische Schüler sind, hatten die Familien sich entschieden, deren Gebäck vorzustellen. Köstlich! Birgit Lehr, eine ehemalige Lehrerin der Schule, engagiert sich ehrenamtlich, um den neuen Schülern die deutsche Sprache und Kultur näher zu bringen. Die Schüler und deren Familien nehmen dies sehr gerne an und freuen sich über das zusätzliche Programm der Schule. Auch Dominique Greß fördert während der Unterrichtszeit die Schüler im Fach Deutsch als Zweitsprache. „So ermöglicht man ihnen, den Regelunterricht zügiger besuchen zu können“, erklärt Rektor Torsten Edinger. Gespart wird für ein neues Spielgerät auf dem Schulhof. Es wird ein schräg liegender Drehring für akrobatische Balanceakte sein. Drehspiel „Supernova“, so heißt das Gerät und wird sicherlich für viel Spaß sorgen. |gom