Donnersbergkreis Spielerisch Zugang finden zur Musik

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Kinder aus dem gesamten Kreis hat der Musikkreis Donnersberg zu einem Musik-Camp nach Steinbach am Donnersberg eingeladen. Zielgruppe waren Kinder mit einjähriger Spielerfahrung auf einem Blasinstrument. 33 Mädchen und Jungen im Alter von etwa acht bis elf Jahren verbrachten ein Wochenende gemeinsam und übten drei Stücke für Bläserensemble mit Erik Siebecker ein. Präsentiert wurden die Ergebnisse dann am Samstag bei einem Werkstattkonzert für die Eltern und Musikinteressierte.

Während des Camps ging es nicht nur darum, die Stücke zu üben. Die Kinder sollten spielerisch die Musik erfahren. Für die meisten war das Konzert am Ende der erste Auftritt mit einem Orchester, und es wird nicht das letzte gewesen sein. Denn die Teilnehmer haben nun genug Spielpraxis, um in ein Jugendorchester einzutreten. Nicht nur Kinder aus Musikvereinen, auch Schüler von Bläserklassen waren willkommen. Zum Rahmenprogramm gehörte neben der Musik noch eine Fackelwanderung und erlebnispädagogische Angebote, die die Gemeinschaft stärkten. Erik Siebecker erarbeitete die Stücke auf vielfältige Weise. Er machte die Musik zunächst spürbar für die Mädchen und Jungen, bevor sie das Gelernte auf das Instrument übertrugen. Zuerst sollten die Kinder die Musik im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. Die Rhythmen wurden mit Bodypercussion verinnerlicht, was wichtig war für das Stück „The magnificent Seven“. Das Tempo und der Rhythmus wechselten schnell in diesem Stück. Mit Musikbeispielen berühmter Komponisten erfuhren die Kinder, was mit Instrumenten alles möglich ist. Oft werden in der Musik Tiere oder Landschaften dargestellt wie etwa beim „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns. Dabei spielt man das Instrument unter Umständen ganz anders, als man es im Unterricht gelernt hat. Das zeigten die Bläser beim Stück „Epiku“, arrangiert von Erik Siebecker. Die Enten wurden mit dem S-Bogen der Saxophone zum Klingen gebracht. Die Mundstücke der Trompeten erzeugten das Summen eines Bienenschwarms, und der Kuckuck schallte mit Hilfe der Stimmen der jungen Musiker durch den Raum. Jedes Stück forderte andere Fähigkeiten. Der „Sebastian Choral“, speziell für Anfänger komponiert, bringt die Aufmerksamkeit auf die Intonation und durch die langen Notenwerte auch auf die Luft. Deshalb wurden am ersten Tag des Camps viele Spiele und Übungen gemacht, die das Atemvolumen steigern. Die Melodie lässt sich besser erfassen und behalten, wenn man eine innere Klangvorstellung davon hat, wie sich die Töne anhören. Also wurde gesungen – im Kanon, was dem Ensemblespiel sehr nahe kommt. Jeder ist an einer anderen Stelle des Lieds, und es ist nicht leicht, sich nicht von den anderen irritieren zu lassen. Die Ergebnisse der vielschichtigen Arbeit an diesem Wochenende konnten sich sehen und hören lassen. Souverän und konzentriert spielten die Mädchen und Jungen die Stücke ihren Eltern vor. Ein paar erfahrenere Musiker gesellten sich dazu und unterstützten das Orchester. Das Musik-Camp soll nach diesem Start in regelmäßigen Abständen an wechselnden Orten wiederholt werden. (cwa)

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