Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Spiel der Woche: Rockenhausen geht gestärkt in Abstiegsrunde

Stefan Linck ist auf dem Weg zum 1:0 für die SG Rockenhausen/Dörnbach. Winnweilers Torhüter Marc Mieger kommt zu spät.
Stefan Linck ist auf dem Weg zum 1:0 für die SG Rockenhausen/Dörnbach. Winnweilers Torhüter Marc Mieger kommt zu spät.

Das Hinspiel hatte die SG Rockenhausen/Dörnbach beim ASV Winnweiler noch mit 3:9 verloren. Nun gab es die Revanche. Im Donnersbergderby der Fußball-Bezirksliga Westpfalz Nord feierte die Spielgemeinschaft einen 3:2-Sieg und geht nun mit breiter Brust in die Abstiegsrunde.

Valon Lukaj war sichtlich stolz auf seine Mannschaft. „Der Sieg war einfach hochverdient. Zum Schluss haben wir es selbst noch einmal spannend gemacht. Aber wir haben gezeigt, dass wir die besten Stürmer im Donnersbergkreis haben und dann auch noch in der Defensive gut stehen können“, sagte der SG-Spielertrainer nach dem Erfolg seiner Mannschaft. Vor der Partie hatte Lukaj noch betont, dass die Mannschaft gewinnen würde, die besser in der Abwehr stehen würde. Das war diesmal auch tatsächlich Rockenhausen/Dörnbach.

„Uns hat vorne einfach die Durchschlagskraft gefehlt und hinten haben wir zwei Fehler gemacht, die Rockenhausen im ersten Durchgang zu zwei Treffern genutzt hat. Wenn du dann auch noch 0:3 hinten liegst, wird es ganz schwer“, befand Waldemar Schneider, der Spielertrainer des ASV Winnweiler.

Stefan Linck und Fabian Schmitt treffen

Vor 120 Zuschauern und bei Sonnenschein kam Rockenhausen/Dörnbach im ersten Durchgang durch zwei schnelle Angriffsspielzüge zum Erfolg. Beide Male traf Stefan Linck für die SG. Stürmerkollege Fabian Schmitt leistete dabei die Vorarbeit. Linck traf bereits nach elf Minuten zum 1:0. Und kurz vor der Pause netzte der Stürmer noch einmal zum 2:0 (44.) ein. Im Herbst spielte Linck aus beruflichen Gründen und Verletzungsproblemen nicht oft. Doch diesmal zeigte er seine Torjägerqualitäten. Was auch seinem Coach gefiel. „Wenn er fit ist, ist er super“, sagte Lukaj.

Winnweiler dagegen hatte nicht nur im ersten Durchgang Probleme, in der starken SG-Abwehr die Lücke zu finden. Der ASV, der bis Sonntag in der Vorbereitung vier Spiele mit dem Torverhältnis von 30:0 gewonnen hatte, zeigte sich zwar engagiert. Aber die beiden Torjäger Michael Hammerschmidt und Ricky Schander bekamen vorne einfach zu wenige Bälle.

Rockenhausen nutzte dann eine weitere Nachlässigkeit in der ASV-Defensive zum 3:0. Lukaj fand die Schnittstelle in der gegnerischen Abwehr. Fabian Schmitt lief alleine auf das ASV-Tor zu und erzielte den dritten Treffer für die Platzherren (56.).

ASV geht mit nur neun Punkten in die Abstiegsrunde

Hoffnung kam beim ASV noch einmal auf, als nach einem Angriff über die rechte Seite in der Mitte Waldemar Schneider zum 1:3 (66.) einschoss. Da hatte sich bei der SG schon Lukaj wegen Knieproblemen auswechseln lassen. Doch seine Mannschaft machte es gut, verteidigte weiter stark. Vorne vergaben Linck (77.) und Schmitt (88.), der den Innenpfosten traf, die Entscheidung. In der Nachspielzeit nutzte der ASV noch einmal einen Stockfehler der SG. Markus Steigerwaldt erzielte das 2:3 (90.+2). Für den Ausgleich reichte es aber nicht mehr. „Vielleicht hat auch das Selbstvertrauen ein bisschen gefehlt, wir hatten uns natürlich mehr vorgestellt. Aber wir haben auch zu viel mit langen Bällen agiert. Jetzt gehen wir leider nur mit neun Punkten in die Abstiegsrunde, das ist nicht viel“, befand Waldemar Schmitt.

Die SG Rockenhausen/Dörnbach dagegen hat mit 18 Punkten gute Voraussetzungen den Ligaverbleib zu schaffen. Spielertrainer Lukaj machte klar: „Wir sind über die gesamte Spielzeit sehr kompakt gestanden, wollten gerade die langen Bälle gut verteidigen, das ist uns auch gelungen.“ Die SG spielte übrigens mit Trauerflor, da mit Karl Gabelmann und Hans-Jürgen Tremel zwei langjährige und auch in der Stadt bekannte Klubmitglieder vor Kurzem verstorben sind.

So spielten sie

SG Rockenhausen/Dörnbach: Lehmann - Hirrmann, Gabelmann, Mese, Willenbacher - Wernz, Lukaj (59. Weber), Enkler (30. Bauer), Hediger (90. Edler) - Schmitt, Linck

ASV Winnweiler: Mieger (69. Grüning) - Siller, Pfannenstein, Sevinc, Metzger (57. Steigerwaldt) - Giehl (46. Mayer), Herbert, Schneider, Botzner - Hammrschmidt, Schander

Tore: 1:0, 2:0 Linck (11., 44.), 3:0 Schmitt (56.), 3:1 Schneider (66.), 3:2 Steigerwaldt (90.+2) - Gelbe Karten: Hediger, Bauer - Siller, Pfannestein, Sevinc - Beste Spieler: Linck, Lukaj, Schmitt - Schneider, Sevinc - Zuschauer: 120 - Schiedsrichter: Subal.

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