Börrstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Solarpark Röderhof: Grünes Licht für PV-Projekt trotz Netz-Engpass

Der Strom in der VG Winnweiler soll noch grüner werden: Eine Erweiterung des Umspannwerks in Münchweiler soll den Bau des Solarp
Der Strom in der VG Winnweiler soll noch grüner werden: Eine Erweiterung des Umspannwerks in Münchweiler soll den Bau des Solarparks Röderhof bei Börrstadt möglich machen. Auf dem Bild ist der bereits vorhandene Solarpark Theresienhof zu sehen.

Der Donnersbergkreis gilt als „Einspeise-Hotspot“ für Strom aus erneuerbaren Energien. Doch das Netz ist überlastet. Steht ein weiterer Solarpark auf der Kippe?

Seit einigen Jahren schon laufen die Vorbereitungen zur Gewinnung erneuerbarer Energien in der Verbandsgemeinde Winnweiler. Ein Teil des Plans: Auf dem Golfplatz Röderhof bei Börrstadt soll ein Solarpark entstehen und damit die bereits bestehende Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen auf dem Theresienhof (ebenfalls Börrstadt) und Münchweiler bei der Produktion von grünem Strom ergänzen. Doch im Kreis kamen mittlerweile einige solcher Projekte wie auch der geplante Solarpark Bischheim noch vor Baubeginn zum Erliegen.

Der Grund: Das Netz der Pfalzwerke, in den der Strom eingespeist werden soll, um ihn von A nach B zu transportieren, gilt als überfüllt. VG-Bürgermeister Rudolf Jacob hingegen ist angesichts der Pläne auf dem Röderhof entspannt. „Das Projekt Solarpark Röderhof befindet sich im geplanten Zeitrahmen. Es liegen keine Verzögerungen vor“, sagt er zum Sachstand. Aktuell laufe das Zielabweichungsverfahren, das für das Baurecht benötigt werde. Anschließend soll der Bauantrag gestellt werden, die dazu nötigen Gutachten seien bereits in Arbeit. Bis voraussichtlich Mitte 2026 soll der auf neun Megawatt Leistung ausgelegte Solarpark bei Börrstadt, der sich auf einer Gesamtfläche von 15 Hektar erstreckt, fertiggestellt werden und künftig zwischen acht und zehn Megawattstunden Strom produzieren. Zusätzlich ist außerdem eine Batterieanlage auf dem Röderhof geplant.

Grünes Licht für Einspeisung

Sorge, den neu erzeugten Strom nicht ins Netz einspeisen zu können, gibt es trotz der bekannten Engpässe im Kreis nicht. „Unser Solarpark verfügt über die Zusage des Netzbetreibers, Strom in das Umspannwerk Münchweiler einzuspeisen“, so Jacob. Die Kapazitäten des Umspannwerks galten bislang ebenfalls als ausgeschöpft. Das soll sich laut Informationen der Pfalzwerke an die VG ändern: Im kommenden Jahr ist eine Erweiterung des Umspannwerks um 30 Megawatt Leistung geplant. „Davon konnten wir etwa 20 Megawatt für PV-Projekte der VG-Winnweiler und der Westpfälzischen Ver- Entsorgungs-GmbH (WVE) am Röderhof sowie im Solarpark Heuberg in Wartenberg-Rohrbach sichern.“ Die Frage, für welche weiteren Projekte die Restkapazitäten eingeplant sind, will die Pfalzwerke zu einem späteren Zeitpunkt beantworten.

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