Drei-Fragen-Interview
Simone Huth-Haage: Klares Votum für Friedrich Merz beim CDU-Parteitag
Frau Huth-Haage, zum ersten Mal findet ein CDU-Parteitag digital statt. Was halten Sie davon?
Um ehrlich zu sein, konnte ich mir das nicht so recht vorstellen, weil ich weiß, welche komplexen Abläufe hinter einem Parteitag stehen. Aber wir hatten am Dienstag schon einen Probelauf, und der hat mich wirklich beeindruckt. Es ist alles sehr bedienerfreundlich, absolut transparent und die Rechtssicherheit bei den Wahlvorgängen ist gewährleistet. Es gibt sogar ein „Café Konrad“ (nach Konrad Adenauer), in dem man sich mit Kollegen „treffen“, also mit ihnen chatten kann. Ich selbst werde den Parteitag bei mir zuhause im Büro verbringen.
Wen werden Sie wählen, haben Sie einen klaren Favoriten?
Mein Wunschkandidat ist Friedrich Merz, aus zwei Gründen. Zum einen ist die Parteibasis mit einer großen Mehrheit für Merz. Und auch wenn die Delegierten frei wählen können, finde ich, sollten sie das bei der Wahl berücksichtigen. Zum anderen kann Merz für eine starke Profilierung der CDU im Vergleich zur SPD sorgen. Das tut nicht nur der CDU, sondern auch der Demokratie und der Parteienlandschaft gut.
Und wie beurteilen Sie die Chancen von Friedrich Merz?
Das ist schwer zu sagen. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass Merz es schafft. Ich denke, dass er bis in die Stichwahl kommt und dann wird die große Frage sein, wie das unterlegene Lager abstimmt.