Donnersbergkreis Schutzhütte steht wieder

Im vergangenen Juli ist die Schutzhütte des Münchweilerer Waldkindergartens abgebrannt, ein Verursacher konnte nicht ermittelt w
Im vergangenen Juli ist die Schutzhütte des Münchweilerer Waldkindergartens abgebrannt, ein Verursacher konnte nicht ermittelt werden. Jetzt haben die Kita-Mitarbeiter und Kinder im Beisein der Eltern sowie Vertretern des Trägers und der bauausführenden Firma den neuen Unterstand auf Gonbacher Gemarkung eingeweiht.

Genutzt wird sie schon seit einigen Wochen – nun ist die im vorigen Juli abgebrannte und wieder neu errichtete Schutzhütte des Münchweilerer Waldkindergartens „Elfetrippelsche“ auch offiziell eingeweiht worden. Bei herrlichem Wetter freuten sich Kinder, Eltern, Kita-Mitarbeiter sowie die Vertreter des Trägers und der ausführenden Firma, dass die Folgen des bis heute ungeklärten Brandes endgültig beseitigt sind.

Wie mehrfach berichtet, hatte die alte, rund 500 Meter von der Gonbacher Wohnbebauung entfernt gelegene Hütte am 30. Juli des Vorjahres Feuer gefangen. Die Feuerwehr konnte das an den Außenseiten offene Holzgebäude zwar nicht retten, aber ein Übergreifen der Flammen auf die Umgebung verhindern. Der Unterstand ist allerdings vollständig zerstört worden. Die Polizei hatte in den folgenden Wochen die Umstände des Brandes nicht klären können; die Ermittlungen waren daher im vergangenen September eingestellt worden. Bei der Einweihung betonte nun der Winnweiler Verbandsbürgermeister Rudolf Jacob, dass es aus Sicht des Trägers – der VG Winnweiler – zwingend notwendig gewesen sei, so schnell wie möglich mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Das Problem: „Es war schwer, einen Handwerksbetrieb zu finden, der zur Übernahme der Arbeiten bereit war“, fügte der Bürgermeister mit Blick auf die vollen Auftragsbücher der Unternehmen an. Ausgeführt hat den Auftrag dann die Imsbacher Firma Schultz. Sie hat die zerstörte Schutzhütte, die einst von Mitarbeitern des kommunalen Bauhofes errichtet worden war, aus naturbelassenem Holz wieder aufgebaut. Jacob betonte, dass Bauwerk schütze die Kinder nicht nur, sondern es sei auch optisch gelungen. Der VG-Chef überreichte den Kleinen zu ihrer Freude zwei Hängematten. „Wir sind froh, wieder einen geeigneten Schutz zu haben, betonte Eva Crouse, stellvertretende Leiterin der Wald-Kita. Zwar verfügt die Einrichtung zusätzlich auf dem Gelände über einen Bauwagen, doch „manchmal wird es dort zu eng, so dass wir auf diesen Unterstand angewiesen sind“, ergänzte sie. Es sei ein idealer Ort für die Kinder zum Spielen und biete zudem Schutz vor Regen und Schnee, aber auch vor Sonne und Hitze. Der siebeneckige Unterstand werde von den Kindern sehr gut angenommen. Diese bedankten sich, indem sie das Gelände für das Einweihungsfest hergerichtet und geschmückt hatten. Ein besonderer Dank galt dem privaten Besitzer eines Waldstücks, der das Holz für den Bau gespendet hatte. Mit Bastelangeboten rundeten die Eltern die launige Feier ab. Um die Schutzhütte hatte es kürzlich Diskussionen im Winnweilerer Verbandsgemeinderat gegeben. Wie berichtet, hat Ratsmitglied Reiner Merz (Bündnis 90/Die Grünen) inzwischen die Kommunalaufsicht gebeten zu prüfen, ob bei dem Projekt gegen das Vergabe- und Eilentscheidungsrecht verstoßen worden ist. Unter anderem hatte er bemängelt, dass lediglich ein Angebot eingeholt worden sei. Dieses hatte sich auf rund 9650 Euro belaufen – letztendlich kostete die Hütte aber 20.750 Euro, was die Firma mit unvorhersehbaren Mehrarbeiten begründet hatte. Dass Jacob anschließend per Eilentscheidung entschieden hatte, die Rechnung zu begleichen, hatte Merz als bewusstes Verfahren gedeutet, den VG-Rat zu übergehen. Jacob hatte das Vorgehen mit dem Hinweis verteidigt, dass es für ihn keinen Zweifel an der Wertigkeit der Arbeiten gegeben habe – eine Sichtweise, die die übrigen Ratsmitglieder teilten.

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