Donnersbergkreis Schlaglichter auf Mensch und Natur

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«ROCKENHAUSEN.» „Figurative Minds“ ist die nächste Ausstellung im Museum Pachen überschrieben. Unter diesem Titel werden zwei Künstler zusammenführt, die sich laut Ankündigung „auf sehr eigene Weise mit Mensch und Natur auseinandersetzen“: Klaus Fresenius aus Speyer und der aus Frankenthal stammenden Dirk Klose, der seit 1989 in München lebt. Beide gehören der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler an, die diese Ausstellung wieder gemeinsam mit der Stadt ausrichtet. Vernissage ist am Sonntag, 11 Uhr.

„Ein zentrales Thema meiner Arbeiten ist der Mensch. Allein, in Gemeinschaft, als Paar, Läufer, Liebende“, schreibt Fresenius zu seinem Ansatzpunkt. Als Technik bevorzuge er die Tusch- und Aquarellmalerei. In seinen Bildern spiele die Bewegung im doppelten Sinn eine große Rolle, die Darstellung betreffend und ebenso die Ausführung, fügt er an. Dabei ergeben sich Kompositionen, die mitunter stark reduziert seien, andere expressiv, wieder andere seien barock und überbordend. Fresenius, 1952 geboren, hat zunächst Ausbildungen zum Tiefdruckretuscheur und zum Krankenpflegehelfer absolviert, bevor er 1979 in Karlsruhe sein Kunststudium begann. Viele seiner Arbeiten befinden sich in öffentlichem Besitz, seine künstlerische Arbeit führte ihn nach Italien, Polen, Litauen und auch mehrfach nach China. Dirk Klose verwendet in seiner Malerei seit 2008, dem Jahr der Finanzkrise, Goldgrund und seit 2014 Silberaluminium. Die glänzenden Flächen, die „für den schönen, aber schnöden materialistischen Schein stehen“, konkurrieren in seinen Kompositionen mit Landschaftsausschnitten und Naturfragmenten, wie er über seine Arbeit schreibt. „Natur versus Kapitalimus, Malerei gegen auftrumpfenden Schimmer“, bringt er seinen Ansatz auf einen formelhaften Ausdruck. Die Landschaftsausschnitte zeigten unter anderem gefährdete Naturreservate, wie Urwald, aber auch Berglandschaften, in den letzten Arbeiten seien gezielt Unesco-Welterbenaturstätten in den Blick genommen. Klose zitiert auch aus den teuerstgehandelten Gemälden der Welt und sieht damit Kunstspekulation als „Spitze des weltweiten Kapitalismus“. Die Ausstellung wird am Sonntag, 7. Oktober, 11 Uhr, eröffnet. Auf die Begrüßung durch den Stadtbeigeordneten Erich Schneider und den APK-Vorsitzenden Stefan Engel folgt die Laudatio der Kaiserslauterer Kunsthistorikerin Claudia Gross. Die Ausstellung ist zu sehen bis 18. November.

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