Laufstrecken im Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Rund um Steinbach: Natur pur bis zum Hahnweilerhof

 Unterwegs in der Nähe des Donnersberg: Pascal Weber (links) und Daniel Ghoul.
Unterwegs in der Nähe des Donnersberg: Pascal Weber (links) und Daniel Ghoul.

Der Parkplatz am Steinbacher Sportplatz eignet sich optimal als Start- und Zielpunkt für verschiedene Laufstrecken. Auch viele Wanderer und Radfahrer erkunden ab hier die Gegend. Einen Rundkurs weiß Fußballer Pascal Weber zu schätzen.

Strahlender Sonnenschein und angenehme 20 Grad erwarten uns am Fuße des Donnersbergs. Pascal Weber schlendert gut 100 Meter von seinem Eigenheim zum vereinbarten Treffpunkt. „Generell ist es schwierig, in der Region rund um Steinbach eine Strecke zu finden, die nicht allzu viele Höhenmeter mit sich bringt“, gibt er direkt zu bedenken. Im Laufe der Corona-Pause, in der er statt als Co-Trainer der Steinbacher Landesligafußballer die Fußball- vermehrt die Laufschuhe geschnürt hat, entwickelte sich so schnell „seine“ Strecke.

Nach einem kurzen Plausch legen wir los. Angenehme erste 500 Meter, immer leicht bergab, durch das Dorf über die Straßen „Im Steinling“ und „am Dorfacker“. Am Ende der Straße geht es rechts ab auf einen Feldweg in Richtung Hahnweilerhof. Abbiegungen und komplizierte Wegbeschreibungen brauchen wir die nächsten gut 2,5 Kilometer nicht mehr zu beachten. Immer dem Weg folgend, bietet sich eine unfassbar vielseitige und atemberaubende Kulisse.

Beliebt auch als Tour für den Familienausflug

Entlang des Laubbachs, durch den Wald mit seinen prächtig grün blühenden Bäumen und über weitläufige Weiden, macht das Joggen unheimlich Spaß. Einen kleinen Weiher mit einer Bank für eine Rast lassen wir rechterhand liegen. „Hier trifft man oft auf Familien mit dem Fahrrad oder auf Wanderer. Die Aussicht ist herrlich“, sagt Weber begeistert. Vielleicht wird auch er bald diese Strecke vermehrt als Wanderer gemeinsam mit der Familie nutzen, schließlich erwartet er mit seiner Frau Corinna sein erstes Kind, ein Mädchen.

Nach drei Kilometern Gesamtstrecke erreichen wir den Hahnweilerhof, der aus der ehemaligen Siedlung Hahnweiler hervorging, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Heute leben etwa 50 Menschen dort. Vor der Ferienwohnung „Blick zum Donnersberg“ biegen wir rechts ab und laufen einen kurzen, steilen Anstieg empor, diesen wieder nach unten und erreichen das nächste Waldstück. Hier biegen wir nach links in Richtung Imsbach ab und folgen dem breiten Waldweg.

Herrliche Aussicht belohnt gleich doppelt

„Die Strecke ist sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene geeignet. Spannend ist die wechselnde Bodenbeschaffenheit – mal Waldboden, mal Feldweg, aber auch mal Schotter“, erklärt Weber seinen Enthusiasmus für seine Lieblingsstrecke. Vorbei an der „Eremitenklause“, einer in den Fels gehauenen Kapelle, laufen wir weiter bis zur „Jägerklause“. Kurz danach biegen wir zweimal links ab, sodass wir eine Art 180-Grad-Kurve laufen.

Der Weg führt nun zurück zum Hahnweilerhof. Die herrliche Aussicht dürfen wir auf dem Rückweg nochmals von der anderen Seite bewundern, schließlich führt nur ein Weg von Steinbach zum kleinen Hof, sodass wir den Hinweg wieder zurücklaufen. Ein weiterer Vorteil der Strecke, den Weber sieht: „Wenn man diese Runde einmal läuft, dann kennt man sie. Es gibt keine komplizierten Abzweigungen. Wenn man Lust hat, kann man hier schon mal richtig Gas geben.“

Endspurt bergan bis zum Ziel Sportplatz

Die Begeisterung Webers für seine Lieblingsstrecke ist nachvollziehbar. Abwechslungsreich, inmitten der Natur und wie zu Beginn versprochen: mit nur 110 Höhenmetern bei acht Kilometern Gesamtdistanz ohne zu viele Anstiege für Donnersberger Verhältnisse. Die letzten 500 Meter bergauf, vom Ende des Feldweges bis zum Sportplatz, ziehen wir das Tempo an, dabei das kühle Belohnungsbier gedanklich schon vor Augen.

Zur Person: Pascal Weber

Seit zwei Spielzeiten ist Pascal Weber, der nur ein paar Schritte unterhalb des Sportplatzes wohnt, nicht mehr nur Trainer der zweiten Garde des TuS Steinbach, sondern auch Co-Trainer der ersten Mannschaft. In seiner Premierensaison als Co-Trainer feierte der werdende Vater den Aufstieg in die Landesliga. Als Spieler steht er bei der Zweitvertretung des TuS in der B-Klasse auf dem Platz. In sieben Spielen der abgebrochenen Saison gelangen ihm dort neun Tore. In der internen Schützenliste liegt damit nur Talent Nico Dannenfelser (zwölf Treffer) vor ihm. Weber, der beruflich eine Kindertagesstätte in Imsbach leitet, läuft seit Beginn der Corona-Pause wöchentlich gut 30 Kilometer. Dabei hat der 33-Jährige, der in seinem Verein als sehr zuverlässig und beliebt gilt, verschiedene Strecken rund um den Donnersberg getestet. dgh

Zur Sache: Die Strecke

Start und Ziel: Sportplatz Steinbach

Wegbeschreibung: Den Straßen „Im Steinling“ und „Am Dorfacker folgen. Anschließend rechts auf den Feldweg in Richtung Hahnweilerhof abbiegen. Diesem für 2,5 Kilometer folgen. Vor der Ferienwohnung „Blick zum Donnersberg“ rechts abbiegen und dem schmalen Feldweg in den Wald folgen. Anschließend links Richtung Imsbach laufen. Dem Weg für einen Kilometer folgen und nach der „Jägerrast“ eine 180-Grad-Kurve laufen. Dem Weg zurück zum Hahnweilerhof folgen. Abschließend geht es von dort auf selbem Weg wie hin nach Steinbach zurück.

Streckenlänge: 8 Kilometer, 110 Höhenmeter

Geeignet für: Anfänger, Fortgeschrittene

Boden: Asphalt, Waldboden, Feld-, Schotterweg. dgh

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