Donnersbergkreis Rund 250 Teilnehmer beleben das Sportfest

1000 Meter können verdammt lang sein, so wie auch am Dienstag beim Grundschulsportfest in Göllheim.
1000 Meter können verdammt lang sein, so wie auch am Dienstag beim Grundschulsportfest in Göllheim.

«GÖLLHEIM.» Die äußeren Bedingungen waren günstig am vergangenen Dienstagvormittag im Göllheimer Stadion beim Grundschulsportfest des Donnersbergkreises. Bei zwar warmem, aber trockenem Wetter fanden die etwa 250 jungen Sportlerinnen und Sportler gute Verhältnisse vor und gingen mit Ehrgeiz und Kampfgeist in ihre Wettkämpfe. Dem Betrachter bot sich ein schönes wuseliges und buntes Bild auf der vorbildlichen Sportanlage beim Schulzentrum.

Die Grundschule Göllheim – vertreten durch Steffi Rogawski – fungierte als Ausrichterin; sie wurde von der Realschule plus bei den Vorbereitungen intensiv unterstützt. Bereits am Vortag hatten Realschüler mit ihren Lehrern den Aufbau der Stationen durchgeführt. Am Wettkampftag brachten sie sich außerdem als Helfer mit Maßband oder Rechen an den Wettkampfstätten ein. Die reibungslose Organisation lag in den Händen von Patrick Schmidt – Fachberater für den Schulsport im Donnersbergkreis. Das Sportfest selbst fand statt in Verantwortung des Schulsportreferates der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Neustadt. Schmidt konnte sich auf eine Vielzahl ehrenamtlicher Kampfrichter verlassen, die sich zum Teil einen Tag Urlaub genommen hatten, um die Durchführung der Wettkämpfe zu gewährleisten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten mehrere Disziplinen zu absolvieren: 50-Meter-Lauf, Weitsprung mit Absprung aus der Zone, Ballweitwurf mit 80-g-Ball sowie 800-Meter-Lauf für Mädchen und 1000-Meter-Lauf für Jungen. Getrennt nach männlich und weiblich gab es hier Einzelwertungen, für die besten drei standen Urkunden und Medaillen in Aussicht. Außerdem gab es Sachpreise, die von der Sparkasse Donnersberg gesponsert waren und von Frau Jutta Kreis verteilt wurden. Zusätzlich gab es eine Mannschaftswertung, wobei die größeren Grundschulen eine Mädchen- und eine Jungenmannschaft melden konnten und die kleineren (bis maximal 120 Kinder) die Möglichkeit hatten, mit einem gemischten Team anzutreten. Jede Mannschaft bestand aus vier Schülerinnen und Schülern von denen die drei Besten in die Wertung kamen. Jede oder jeder war aber nur in zwei Disziplinen startberechtigt. Nach Abschluss der Wettkämpfe fanden zur zeitlichen Überbrückung bis zur Siegerehrung noch Pendelstaffeln statt, wobei es nicht nur auf Schnelligkeit, sondern auch auf sichere Stabwechsel ankam. Allen Beteiligten waren Einsatzwille und Kampfgeist anzusehen; Mitschüler und Betreuer honorierten dies mit Anfeuerung und viel Beifall. Bei den Einzelwettkämpfen gab es einige besonders erwähnenswerte Leistungen: Auf der 50-Meter-Distanz überzeugten Hanna Drechsler (Kirchheimbolanden) und Kimberley Hoppe (Winnweiler) mit 7,5 Sekunden. Sie waren damit genauso schnell wie der beste Junge Moritz Müller aus Kerzenheim. Im Weitsprung lieferten sich Jakob Ebener (Eisenberg) und Elias Orschiedt (Winnweiler) ein spannendes Duell, das schließlich Jakob mit 3,79 Meter und einem Zentmeter Vorsprung für sich entscheiden konnte. Besiegt wurden die beiden allerdings von einem Mädchen. Die im Sprint bereits erfolgreiche Kimberley Hoppe stellte mit 3,95 Meter eine fantastische Bestleistung auf. Beim Ballweitwurf hatten dagegen die Jungen die Nase vorn. Mit sehr guten 37,50 Meter wurde Till Neumann (Marnheim) Erster; das beste Mädchen Kim Bayer (Eisenberg) erreichte 29,50 Meter. Die Mittelstreckenläufe – 800 und 1000 Meter –, die für die Kinder eigentlich Langstreckencharakter hatten, boten ein uneinheitliches Bild, da sich die Felder oft weit auseinanderzogen. Einige mussten ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und brachen ein, andere liefen ihr Rennen zügig und gleichmäßig von der Spitze nach Hause. Auch hier gab es gute Leistungen: Helena Schwalb (Eisenberg) mit 3:02 Minuten und Max Nothof (Winnweiler) mit 3:30 Minuten lieferten Zeiten ab, die für diese Altersstufe sehr ansprechend sind. Bei den Mannschaften dominierte die Grundschule Winnweiler. Mit 87 Punkten Vorsprung bei den Mädchen sowie 122 bei den Jungen belegten sie souverän die Spitzenplätze. Die gemischten Teams wurden von den Gerbachern dominiert, die mit 238 Punkten Vorsprung klar gewannen. Die Siegerehrung, die von Patrick Schmidt in lockerem Stil durchgeführt wurde, war von viel Jubel und Applaus begleitet. Bei den Mannschaftsehrungen war es interessant zu beobachten, dass, sobald der zweite Platz bekannt gegeben wurde, eine weitere Gruppe bereits in Jubel ausbrach, nämlich diejenige, die noch nicht aufgerufen wurde und damit als Sieger feststand.

x