Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Rockenhausen: Sitzhersteller Adient drohen wirtschaftliche Folgen durch Corona-Krise

Bislang gibt es im Rockenhausener Werk des Sitzherstellers Adient keinen mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter. Einige wen
Bislang gibt es im Rockenhausener Werk des Sitzherstellers Adient keinen mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter. Einige wenige der rund 1300 Beschäftigten stehen allerdings unter häuslicher Quarantäne.

Die Produktion bei der Firma Adient in Rockenhausen läuft trotz der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus normal. Im Nordpfälzer Werk des Autozulieferers gibt es keine an Covid-19 erkrankten Beschäftigten. Soweit der Stand von Mittwoch. Gleichwohl hat der Sitzhersteller „einen Aktionsplan ausgearbeitet für den Fall, dass sich eine oder mehrere Mitarbeiter mit dem Virus infizieren“, hat eine Adient-Sprecherin auf Anfrage der RHEINPFALZ mitgeteilt. Und dem Unternehmen drohen zudem wirtschaftliche Konsequenzen durch die Krise.

Denn wie berichtet haben mehrere Autobauer (Opel, Daimler, VW) angekündigt, die Produktion in Europa vorerst weitgehend stillzulegen – mit entsprechend negativen Effekten für die Zulieferer. „Wir sehen bereits erste Auswirkungen durch die Pandemie und registrieren sinkende Absatzzahlen unserer Kunden“, bestätigte die Sprecherin. Schließlich sei Adient „von den Produktionsplanungen unserer Kunden abhängig. Wir müssen flexibel auf die weitere Entwicklung reagieren.“ Allerdings sei es „noch viel zu früh, daraus mittel- oder langfristige Folgen zu benennen“.

Geringe Anzahl an Mitarbeitern in Quarantäne

Natürlich ist das Coronavirus auch im Rockenhausener Werk ein großes Thema. „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter hat für uns immer – und besonders im Moment – höchste Priorität“, so die Sprecherin. Bis gestern waren in der Belegschaft keine Covid-19-Fälle bekannt. Jedoch sei „eine geringe Anzahl an Mitarbeitern in häusliche Quarantäne geschickt“ worden, nachdem sie aus Urlauben in sogenannten Risiko-Gebieten – etwa aus Nordfrankreich – zurückgekehrt waren. „Bis jetzt gibt es aber keinen Anlass zur Vermutung einer Infektion – dazu stehen wir im Austausch mit den lokalen Gesundheitsbehörden“, informierte die Sprecherin. Außerdem blieben derzeit einige Beschäftigte wegen der geschlossenen Kitas und Schulen zur Kinderbetreuung zu Hause. „Bis dato konnten wir aber alle Personalausfälle abfangen.“

Aktuell gebe es keine Produktionsbeschränkungen, gleichwohl eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen. So habe der Konzern „generell den Zutritt zu allen Standorten weltweit extrem beschränkt“, berichtete die Sprecherin. Nur noch „in absoluten Ausnahmefällen“ dürften Kunden, Lieferanten, Besucher und Mitarbeiter anderer Standorte das Rockenhausener Werk betreten. Hier sei das Personal mehrmals in den notwendigen persönlichen Hygienevorschriften wie das richtige Händewaschen und Abstand halten geschult worden.

In Kantine größere Distanz zwischen Tischen und Stühlen

Ferner sei in der Kantine die Distanz zwischen Tischen und Stühlen deutlich vergrößert worden, auch habe man die Reinigungspläne des externen Dienstleisters intensiviert. Nicht zuletzt seien bis auf Weiteres alle Mitarbeiterversammlungen und größere Meetings ausgesetzt worden. Die Sprecherin: „Wir greifen auf alternative Möglichkeiten wie zum Beispiel virtuelle Meetings zurück.“

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