Donnersbergkreis Roboter der BASF hilft der Feuerwehr

Nach einem Störfall im Chemiebereich der Technischen Universität in Kaiserslautern schickte die Werksfeuerwehr der BASF am Donnerstag der Städtischen Feuerwehr einen Roboter zur Unterstützung. Mit dessen Hilfe konnte eine kritische Situation nach einem Versuch in den Griff gebracht werden. Eine akute Gefahr für die Anwohner bestand nach Auskunft der Wehr während des stundenlangen Einsatzes nicht.
Durch mehrere Knallgeräusche waren Mitarbeiter der Uni auf das Geschehen aufmerksam geworden. Bei einer Kontrolle zeigte sich, dass mehrere Edelstahlbehälter mit Flüssigkeiten nach einer chemischen Reaktion beschädigt waren. Bei anderen, die noch geschlossen waren, bestand die Gefahr eines Zerplatzens unter Druck. Mit ihren Mitteln war es der Städtischen Wehr nicht möglich, die sogenannten Autoklaven zu öffnen, um den Druck zu beseitigen. Daher wurde die Werksfeuerwehr der BASF in Ludwigshafen verständigt. Sie setzte ein Fahrzeug mit einem Roboter, einem Manipulator zum Öffnen der Behälter, mit Sondersignal nach Kaiserslautern in Marsch. Es wurde an der Autobahn erwartet und dann mit einem Lotsenfahrzeug der Städtischen Wehr zum Campus der TU gebracht. Per ferngelenkter Kamera verschafften sich die Wehrleute einen Überblick über das Innere der Behälter. Ein Werkfeuerwehrmann brachte unter schwerem Atemschutz und aus der Deckung heraus die mittlerweile auf Raumtemperatur abgekühlten Behälter in eine Stellung, von der aus eine Öffnung der Verschlüsse vorgenommen werden konnte. Dabei traten aus zwei der Autoklaven Gase und Flüssigkeit aus. In einem Bergefass wurden die nicht beschädigten Behälter abschließend zur Städtischen Feuerwehr gebracht. (rs)