Kirchheimbolanden Randnotiz: Sieben Rollen Klopapier pro Schüler

Eine Idee für die Grundschule? Rollen mit Einhorn-Aufdruck.
Eine Idee für die Grundschule? Rollen mit Einhorn-Aufdruck.

Wer einer Kommune, einer Orts- oder Verbandsgemeinde zum Beispiel, etwas spenden möchte, der muss zunächst mal abwarten, ob diese das überhaupt will. Doch keine Angst, liebe Wohltäterinnen und Wohltäter, im Regelfall handelt es sich um eine Formalie: Neben der Kommunalaufsicht, bei uns bei der Kreisverwaltung Donnersbergkreis angesiedelt, müssen die gewählten Vertreter der betreffenden Kommunen zustimmen, eine Spende annehmen zu wollen. Klar, das wollen sie im Grunde genommen immer, weshalb solche Abstimmungsergebnisse meist nicht weiter erwähnenswert sind.

Mehr als 1000 Euro Papiergeld

Was sich aber am Dienstagabend für den Verbandsgemeinderat Kibo hinter dem unschuldig daherkommenden Tagesordnungspunkt 17 – „Annahme und Vermittlung von Sponsorenleistungen, Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen“ – verbarg, das hatte schon eine deutliche Tragweite. Denn da ging es um eine Spende des Fördervereins der Grundschule Kibo: satte 1044 Euro. Und wie dies meist der Fall ist, ist diese Spende zweckgebunden. Und zwar für einen dringend notwendigen Zweck, dessen Unabdingbarkeit wirklich jeder nachvollziehen kann: für Klopapier fürs laufende Schuljahr.

Das zeigt zum einen, an wie vielen versteckten Punkten Kommunen Kosten tragen müssen und sich über Unterstützung freuen. Zum anderen, welch unerwartete Themen sich hinter vermeintlich trockenen Tagesordnungspunkten verbergen können. So entdeckt der Hobby-Preisvergleichs-Fuchs: Bei rund 350 Kindern, die die Schule besuchen, sollte das Geld jedem Schüler überschlagsweise sieben Rollen pro Jahr garantieren. Überschlagsweise! Mittlere Papierqualität, dreilagig, Großhandel. Der Rat hat die Spende einstimmig angenommen. Wichtig, damit die Versorgung auch weiterhin in trockenen Tüchern ist.

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