Donnersbergkreis Rückkehr in die Bezirksliga

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Gerbach. Drei Jahre Unterhaus. An der Rückkehr gekratzt, zweimal aber hauchdünn gescheitert. „Irgendwann musste es mal so weit sein“, sagt Herbert Weber, langjähriger Kapitän. Jüngst die Erlösung: Der TuS Gerbach steht vor seinem Comeback. Als Meister der Bezirksklasse Westpfalz Nord (Ost) betritt er am Dienstagabend, 20 Uhr, wieder die große Bühne Bezirksliga – gegen Nachbar und Rivale TTF Rockenhausen. Der Titel war verdient, im Endspurt aber härter umkämpft, als sich andeutete.

Nur der Sieg. Ausschließlich die zwei Punkte, keinen weniger. Alles andere, blickt Herbert Weber zurück, hätte nicht gereicht. Der 3. Mai, letzter Spieltag, eine Woche nach offiziellem Rundenende: TuS Gerbach gegen TTV Siegelbach II. Ein Alles-oder-Nichts-Spiel für Webers Sextett, ein lockerer, bedeutungsloser Ausklang für den Gast. Besonders gut können sich die beiden aber nicht riechen. Weswegen Siegelbach erbittert ringt, Gerbach die große Tour verderben will. „Die hätten uns das schön vermasseln können“, sagt Weber und zeigt sich heute erleichtert. 9:5. Der TuS erkämpft sich den nötigen Zweier. Einen Punkt landet er vor dem TuS Hirschhorn, ist Meister. Bei einem Remis schon hätte er in die Relegation gemusst. Finale furioso in der Appeltalhalle, Herzschlag. Drei Jahre nach dem sang- und klanglosen Fall aus der Bezirksliga – damals als Schlusslicht mit nur vier Zählern – ist der TuS zurück. Am Dienstag bittet er die TTF Rockenhausen zum Derby, gleich zur Premiere. „Als Aufsteiger wird es für uns nicht einfach. Die Truppe hat das Zeug, die Klasse zu halten. Aber dem Frieden traue ich noch nicht so ganz“, schaut Swen Weyrauch, der Weber als Spielführer beerbt, auf die neue Herausforderung. „Schön, dass wir mal wieder hoch sind. Wir spielen ja schon zwei, drei Jahre im oberen Bereich mit, wurden aber immer Dritter“, blickt Routinier Weber auf die Saisons in der Bezirksklasse. Zweimal schnupperte der TuS nach dem Abstieg am Aufstieg. Zweimal schrammte er knapp an der Relegation vorbei. Es fehlte das Glück, ohne leidige Ausfälle durch die Runde zu marschieren. Den letzten Tick Durchschlagskraft ließen die Gerbacher vermissen. Auch in der Meisterschaftssaison hätte die Mannschaft den Aufstieg fast verpasst: Eine Hinserie par excellence lieferte der TuS, ohne Pleite rannte er der machtlosen Konkurrenz davon. Unhaltbar, bärenstark. Bis ihn ab Winter das Pech verfolgte. Das Polster schmolz. „Wir haben gut angefangen, dann aber richtig geschwächelt. Das hat gegen Hirschhorn angefangen mit Krankheiten und Sonstigem“, so Weber. Zwei Pleiten, ein Unentschieden! Gerbach wackelte. Selbst bei Siegen mühte sich der TuS geradeso durch, einige Male – sogar gegen scheinbar harmlose Gegner – musste das Schlussdoppel entscheiden. Knackpunkt war letztlich auch, dass der TTC Börrstadt Schützenhilfe leistete: Ein 8:8 knöpfte er Hirschhorn ab. „Hätte nicht so oft Ersatz ran gemusst, wären wir locker durchgelaufen. Die Schwierigkeiten kamen ja durch die vielen Ausfälle“, glaubt Weyrauch, der als Kreisliga-Akteur zu sechs Einzeln auflief. Ab jetzt hat er seinen festen Platz in der Ersten, löst dort Patrik Schläfer ab. „Wir haben die Sache nicht abgehakt. Dass wir Meister werden, war ja kein Muss. Wir sind locker dran gegangen“, erzählt Weber. Einen absoluten Garanten hervorzuheben, das fällt schwer. Oliver Koch und Timo Lamb bildeten das beste vordere Paarkreuz der Liga, Dirk Zachmann und Weber verloren zusammen weit weniger als 30 Prozent ihrer Einzel, Clemens Bieger trumpfte gerade in der Rückrunde auf. Die Mannschaft: geschlossen, harmonisch. Weber betont dennoch: „Wir hintendran müssen uns nicht verstecken. Die ersten zwei sind aber schon eine Klasse für sich. Wir hoffen, dass das auch so bleibt.“ Unrecht hat er nicht. Koch und Lamb waren nicht nur im Einzel eine Bank – auch im Doppel. 20:5-Siege. Eine überragende Quote. „Hauptsächlich der Zusammenhalt war es, das Wieder-Aufbauen“, beschreibt Weyrauch den Erfolgsmechanismus. „Es kann ja nicht sein, dass wir jahrelang weit oben stehen, aber den Sprung nicht mehr machen.“ Die Zeit sei reif gewesen. Am Dienstag ist es so weit, dann steht der TuS Gerbach an Bezirksliga-Tischen. Nach drei Jahren in den Niederungen. Der Meisterschaftskader TuS Gerbach: 1. Oliver Koch (40 Einzel/31 Siege/9 Niederlagen), 2. Timo Lamb (38/29/9), 3. Dirk Zachmann (38/24/14), 4. Herbert Weber (35/28/7), 5. Clemens Bieger (35/21/14), 6. Patrik Schläfer (25/8/17) – Ersatz: Swen Weyrauch (6/3/3), Jonas Fischer (1/0/1), Johannes Abts (1/0/1), Tobias Schönmehl (1/0/1), Christian Müller (2/0/2).

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