Kirchheimbolanden Prozedere zur Vergabe von Bauplätzen „Im Schlüssel“ steht fest
Am Donnerstag lag die Zahl derjenigen, die sich auf der Haide ihren Traum vom Eigenheim erfüllen wollen, laut Verwaltung bei 233. Am Abend zuvor hatte der Stadtrat in nichtöffentlicher Beratung mit deutlicher Mehrheit, wie Stadtbürgermeister Marc Muchow auf Nachfrage sagte, den Quadratmeterpreis festgelegt. Auch wenn über ihn vorerst keine Auskunft zu bekommen war, ist klar, dass es sich um die bisher höchsten Preise für städtische Bauplätze in Kirchheimbolanden handeln dürfte. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass sich die Bodenrichtwerte in der Kreisstadt binnen kurzer Zeit verdoppelt haben.
Zuvor hatte der Stadtrat in öffentlicher Beratung einstimmig den weiteren Verfahrensweg abgesteckt. Alle, die bereits ihr Interesse an einem Bauplatz bekundet hatten, werden nun über den Sachstand, darüber hinaus die breite Öffentlichkeit über den anstehenden Verkauf informiert. Die beschlossenen Bewerbungsunterlagen werden Interessierten auf der Internetseite der Stadt oder postalisch bereitgestellt. Ab der öffentlichen Bekanntmachung, deren genauer Termin noch nicht feststeht, können sich potenzielle Käufer innerhalb einer mehrwöchigen Frist um einen der Bauplätze bewerben.
Bauplatzvergabe nach Los-Reihenfolge
Die anschließende Verlosung ist für Kirchheimbolanden eine Novität. Die Chance, überhaupt bis dahin zu gelangen, hatte der Stadtrat Mitte Januar an folgende Vorbedingungen geknüpft: Der Bewerber muss Käufer und Bauherr sein, ein Verkauf der Grundstücke erfolgt nur an natürliche Personen, innerhalb von sechs Monaten nach dem Zuschlag muss der Bauplatz erworben und ab dann binnen zwei Jahren bebaut werden. Jedem Bewerber, der die Unterlagen dementsprechend ausgefüllt hat, wird eine Losnummer zugeteilt, alle Nummern kommen in den Lostopf.
Und dann beginnt die unter notarieller Begleitung stehende Lotterie im Rathaus: Wem Glücksgöttin Fortuna besonders hold ist, das heißt, wessen Nummer als erste oder sehr früh gezogen wird, der darf sich auch zuerst einen Bauplatz aussuchen. Folglich schwindet mit jedem bis zu Nummer 32 gezogenen Los die Auswahl. Die Bauplätze werden danach bei einem gesonderten Termin mit den Bewerbern unverbindlich reserviert, ehe der Stadtrat, wie üblich, über den Verkauf der Grundstücke entscheidet.
100 Rangstellen
Obwohl nur 32 Plätze zu vergeben sind, sollen 100 Rangstellen ausgelost werden. Das könnte dem einen oder anderen Interessenten noch ein Fünkchen Hoffnung lassen für den Fall, dass Bewerber abspringen. Aber man will mit diesem üppigen Puffer auch dafür sorgen, dass der Aufwand des Losverfahrens in einem gewissen Rahmen bleibt.