Winnweiler Protestantische Kita: rekordverdächtige Renovierung
„Anfang 2021 stellten wir endgültig fest: So kann es nicht weitergehen“, erzählt die Leiterin der protestantischen Kita Winnweiler, Ute Knobloch. „Unser Gebäude war in vielen Bereichen in einem desolaten Zustand. Besonders das Flachdach machte uns seit langem Sorgen; immer wieder mussten wir es wegen Undichtigkeiten reparieren lassen.“ Da war es ein Glück, dass im Frühjahr letzten Jahres bekannt wurde, dass Kitas Zuschüsse vom Land und vom Bund für Renovierungsarbeiten erhalten könnten.
Und mit dem Beschluss „Wir versuchen das!“ war dann Tempo angesagt. Der potenzielle Zuschuss war nämlich an die Auflage gebunden, die anstehenden Bauarbeiten innerhalb eines Jahres erledigen zu lassen. Vorher mussten Anträge gestellt werden, die mit Hilfe des Architekten Volker Thorn fristgerecht eingereicht werden konnten – und tatsächlich ging das Glück weiter: Die Zusage traf mit dem Bewilligungsbescheid im Juni 2021 ein.
Team arbeitet Hand in Hand
Jeder, der schon einmal gebaut oder renoviert hat, weiß, dass mit Ärger, Verzögerungen, unerwünschten Überraschungen und Mehrkosten zu rechnen ist. Und nun sollten die Baumaßnahmen auch noch unter Zeitdruck stattfinden und außerdem den Betreuungsbetrieb möglichst wenig beeinträchtigen. „Ich kann es immer noch nicht so richtig glauben“, sagt Regina Mayer-Oelrich, die Vorsitzende des Presbyteriums, rückblickend. „Aber alles lief wirklich glatt, das ganze große Team hat Hand in Hand gearbeitet. Es gab eine ,Regisseurin’, Sonja Noseck vom Kita-Trägerverbund Nordpfalz, die die Abläufe koordiniert hat. Und vor allen Dingen hatten wir einen wunderbaren Architekten, Volker Thorn, mit seinen ebenfalls wunderbaren Handwerkern.“
Alle Schließzeiten – sogar die Wochenenden – seien für die Arbeiten genutzt worden, ergänzt Knobloch. Die Störungen bei der Betreuung der 90 Kinder hielten sich so in erträglichen Grenzen. Die Eltern zeigten sich kooperativ und verständnisvoll. „Selbstverständlich war das alles nicht“, betont Pfarrer Friedrich Schmidt.
Alles neu: Dach, Böden, Fenster und Türen
Und das ist das Renovierungsergebnis: Es gibt ein neues Flachdach auf dem Krippengebäude, neue Fußböden, Türen und Fenster wurden ausgetauscht, ein frisches Farbkonzept macht alles freundlicher und heller. „Aber das Allerbeste ist der Umbau des ursprünglich offenen Eingangsbereichs zu einem geschlossenen, wunderschönen Raum, der nun auch den ursprünglich getrennt liegenden Krippenbereich zum Bestandteil des Gebäudes gemacht hat“, strahlt Ute Knobloch. „Jetzt können auch die ganz Kleinen überall rumflitzen.“ „Und es entstand ein Raum für Begegnungen“, ergänzt Schmidt.
Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf rund 265.000 Euro. In Aussicht gestellt ist der Bundeszuschuss in Höhe von zirka 197.000 Euro sowie ein Zuschuss der Verbandsgemeinde Winnweiler in Höhe von 30.000 Euro. Der verbleibende Betrag in Höhe von rund 39.000 Euro wird aus Kirchensteuermitteln bestritten. Alle Beteiligten sind sich einig: Nur ein Jahr für so viel baulichen Aufwand ist schon eine beachtliche Leistung. Entsprechend entspannt und erleichtert konnten alle Beteiligten kürzlich mit zahlreichen Gästen und einem Fest den Abschluss der Arbeiten an ihrer Kita im Glück feiern.