Tennis
Planung zur Tennissaison läuft mit vielen Fragezeichen
An Tennis ist aktuell wegen geschlossener Hallen und nicht nutzbarer Freispielplätze nicht zu denken. Beim TC Winnweiler haben sich Funktionäre und Spieler darauf eingestellt, in den nächsten Wochen oder Monaten keinen Schläger in die Hand zu nehmen. Trotz der coronabedingten Auszeit muss nunmehr die kommende Saison geplant werden. „Es ist zurzeit noch schwer, etwas zu planen und zu sagen, wie die nächste Runde abläuft“, sagt Sportwart Tobias Oester.
Die Meldefrist hat der Tennisverband Pfalz (TVP) verlängert, um den Vereinen noch etwas Zeit zu geben, „um die Planungen voranzutreiben und um die notwendigen Gespräche zu führen“. Konkret heißt das: Die Anzahl der Teams muss zwar gemeldet werden, die namentliche Nennung der Einzelspieler der Mannschaften wird zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen. Zudem können Mannschaften auch kostenfrei abgemeldet werden. „Laut Wettspielordnung wäre mit einer Abmeldung einer Mannschaft nach dem 10. Dezember eine Bearbeitungsgebühr von 150 Euro verbunden“, teilt der TVP mit. Darauf werde aufgrund der aktuellen Situation verzichtet, erklärt das Präsidium.
TC Winnweiler mit Verständnis für den TVP
Oester findet die getroffene Vereinbarung gut: „Ich kann den Verband vollkommen verstehen, dass er jetzt wissen muss, wieviele Mannschaften gemeldet werden. Der Verband muss auch seine Saison planen können“, sagt der 44-Jährige. Er sieht es als äußerst positiv an, dass der Verband auf eine Bestrafung verzichtet, sollte eine Mannschaft dann letztlich doch nicht am Spielbetrieb teilnehmen, weil es möglicherweise doch an Spielwilligen mangelt.
Zellertal meldet nur Herrenmannschaft
Manuel Schemps, Sportwart des TC Blau Weiss Zellertal, ist noch zwiegespalten angesichts der verlängerten Meldefrist. „Das ist ganz schwer zu beurteilen, ob das die richtige Entscheidung war. Man wird sehen wie sich die Lage noch entwickelt.“ Er hätte durchaus Potenzial gesehen, die Meldefrist über den 15. Januar hinaus zu verlängern. Dennoch zeigt er sich vorerst mit der getroffen Maßnahme des TVP zufrieden. Die Zellertaler haben zurzeit ihre Herrenmannschaft gemeldet. „Die Herren wollen spielen, auch unter schlechteren Bedingungen“, fügt der Sportwart an. Nicht dabei sind in der nächsten Spielrunde aber die Damen- und Jugendteams der Zellertaler, die Schemps nicht zum Spielbetrieb gemeldet hatte, da es an spielwilligem Personal fehlte.
„Es ist ganz schwierig, zu planen“, sagt auch Christoph Bosch, Jugendwart des TC Kirchheimbolanden. Für seinen Tennis-Nachwuchs sieht er jedoch keine gesonderte Problematik. Für ihn sei es problemlos möglich gewesen, die Mannschaften zu melden, da das Ergebnis schnell feststand. „Ich kann die verlängerte Meldefrist weder gut noch schlecht heißen“, fügt Bosch an, der die Meldungen in Kooperation mit Sportwart David Faul vornahm. Der TC Kirchheimbolanden meldet dieselben Mannschaften, die er auch zur vorherigen Saison gemeldet hatte.
TC Eisenberg hätte sich erneute Verlängerung gewünscht
Nicht ganz glücklich ist Erwin Knoth vom TC Eisenberg mit dem Ablauf der Meldefrist in diesem Januar. „Der Verband sollte uns da doch nochmal entgegenkommen“, meint der Vorsitzende des TCE und erhofft sich eine neuerliche Verlängerung der Meldefristen, um nochmals Zeit zu gewinnen. Ein größeres Ärgernis ist für Knoth, dass der Verband die Beitragssätze für diverse Vorgänge zum Jahreswechsel 2021 erhöht habe. „Klar, das wurde vor eineinhalb Jahren beschlossen. Aber da hätte der Verband entsprechend reagieren müssen und die Beitragssätze aussetzen müssen.“ Das wäre ein richtiges Zeichen für die Vereine gewesen, so der Vorsitzende. Dennoch wolle der TC Eisenberg für die kommende Saison 2021 genau so viele Mannschaften melden, wie er dies bereits in den Vorjahren gemacht habe.