Donnersbergkreis
Ortsschilder geklaut: So bekommen Dörfer ihre Namen zurück
Wollte da jemand ein Souvenir oder ist es einfach nur ein dummer Streich? Welche Motive jemanden dazu bewegen, eine Ortstafel oder ein Verkehrsschild zu klauen, werden wir wohl nie ganz begreifen. Fakt ist aber, dass es im Donnersbergkreis gerade einige namenlose Dörfer gibt, weil die Schilder aus den Rahmen geklaut wurden. Auch ein Stop-Schild und eine montierte Bake wurden in Dörnbach nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Worms entwendet.
Doch wie bekommen die Orte nun ihre Namen zurück? Dafür ist der LBM zuständig. Zunächst wird in solchen Fällen ein Tempo-50-Verkehrsschild als Übergangsmaßnahme aufgestellt. Denn das Ortsschild gibt Fahrern ja an, dass ab hier nur mit 50 Stundenkilometern gefahren werden darf. (Nicht, dass noch einer auf die Idee kommt, mit 100 Sachen durch ein Dorf zu brettern.)
Spezialschrauben helfen auch nicht weiter
Als Nächstes muss eine neue Ortstafel bestellt werden. Die kostet gar nicht so viel, um genau zu sein, sind es derzeit 48,55 Euro. Vom Zeitpunkt der Bestellung bis zur Auslieferung einer neuen Ortstafel sind laut LBM sechs Wochen einzurechnen. Die neuen Schilder sollten also schon bald in den betroffenen Ortsgemeinden eintreffen.
Dort bleiben sie dann im Gegensatz zu ihren Vorgängern hoffentlich an Ort und Stelle. Diebstahlsicher gemacht werden können Ortstafeln übrigens nur bedingt. Der LBM sagt, dass es die Möglichkeit gebe, mit Spezialschrauben die Demontage zu erschweren. Das würde im Zweifelsfall die Täter aber nicht am Diebstahl hindern. Denn in einem der oben genannten Fälle wurde zum Beispiel die entwendete Ortstafel abgeknickt und gleich samt Rahmen entwendet.
Die Ermittlungen zu den Diebstählen laufen bei der Polizei übrigens noch. Sollten die Täter gefasst werden, sind wir wohl alle am meisten auf das Motiv gespannt.