Donnersbergkreis Opel: Betriebsrat und IG Metall wieder mit mehr Zuversicht
Der vor wenigen Tagen beschlossene Zukunftsplan stimmt Bernd Löffler, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, und den neuen Opel-Betriebsratsvorsitzenden Thorsten Zangerle optimistisch. Vor allem, weil Millionen in eine Anlage investiert werden, die es so im PSA-Konzern noch nicht gibt.
«KAISERSLAUTERN.» Der Zukunftsplan bietet die Chance, die Belegschaft zu verjüngen. 50 Prozent der Leiharbeiter werden übernommen, für ältere Kollegen gibt es eine attraktive Offerte, das Werk zu verlassen, 41 Auszubildende erhalten feste Verträge, zudem gibt es die Zusage, jährlich 34 auszubilden, zählen Bernd Löffler und Thorsten Zangerle auf. Der ganz große Mutmacher sei aber die neue Warmumformanlage. „So etwas gibt es im gesamten PSA-Konzern nicht“, betont Zangerle. „Das ist ein Signal für die Zukunft.“ Es handele sich um ein Investment von mehreren Millionen Euro. Damit könnten Blechteile mit einer viel höheren Qualität verformt werden. Kaiserslautern werde damit eine starke Rolle zugewiesen. „Die Teile, die dort geformt werden, gehen nicht nur an Vauxhall und Opel, sondern auch an Peugeot und Citroën.“ Aktuell werden laut Zangerle im Opel-Werk mit 1800 Beschäftigten vor allem Blechteile für die Karosserie, Achsen und Sitze gefertigt, für unterschiedliche Modelle. Zudem sei man „im Anlauf für einen neuen Dieselmotor“. „Es herrscht wieder mehr Zuversicht“, sagt er. Löffler ist sicher, dass mit dem Zukunftsplan die Grundlage geschaffen worden ist, dass es Opel auch nach 2023 noch in Lautern geben wird. Sie erwarten, dass Teile für den neuen Astra in dem Komponentenwerk gefertigt werden. „Da hilft uns die Nähe zu Rüsselsheim“, sagt Zangerle. Löffler redet nicht um den heißen Brei herum: „Wenn nur noch Elektroautos gebaut werden, wird das viele Arbeitsplätze kosten, auch in der Zulieferindustrie.“ In dem Zusammenhang sagt er, dass eine Batteriefabrik, wie sie fürs Opelgelände im Gespräch ist, „ein Sechser im Lotto“ wäre.