Winnweiler
Nordpfälzer Metzger fühlt sich auf Kaiserslauterer Wochenmarkt wohl
Lässt Metzgermeister Andreas Lauer die vergangenen Monate Revue passieren, hat er seine Entscheidung, Fleisch und Wurstwaren aus seiner Metzgerei in Winnweiler auf dem Kaiserslauterer Wochenmarkt anzubieten, bis heute nicht bereut. Ende Mai hatte Andreas Lauer den Verkaufswagen der Landmetzgerei von Hannelore und Walter Eckel übernommen, die seit 27 Jahren auf dem Lauterer Wochenmarkt präsent waren.
Von Anfang an habe der Metzgermeister das Gefühl gehabt, auf dem Wochenmarkt willkommen zu sein. Nicht nur, dass er am Anfang von den Standbetreibern mit offenen Armen empfangen wurde. Auch hätten ihm die Kaiserslauterer den Start leicht gemacht. Mit Monika Gauch, einer Verkäuferin, die er von seinem Vorgänger übernommen hat, sowie Heidi Dech und Christine Hudson – zwei Verkäuferinnen, die er mitgebracht hat –, hat Lauer ein gutes Händchen bewiesen. Schnell habe sich zwischen Kundschaft und Verkäuferinnen ein gutes Verhältnis ergeben.
Vor 4 Uhr in der Stadt
Er selbst hat nicht immer die Gelegenheit, einen ganzen Markttag im Verkaufswagen zu stehen. „Ich habe mich zusätzlich um die Produktion und mein Hauptgeschäft in Winnweiler zu kümmern.“ Nicht nehmen lässt er sich aber, den Verkaufswagen samstagsmorgens bereits vor 4 Uhr auf dem Stiftsplatz zu platzieren, beim Einräumen der Ware behilflich zu sein, wieder zurück nach Winnweiler zu fahren und gegen Marktende wieder in Kaiserslautern zu sein. Das sei ganz schön anstrengend. Etabliert hat sich der Verkaufswagen zwischenzeitlich auch dienstags auf dem Stiftsplatz und donnerstags auf dem Markt in der Königstraße.
Ein Auf und Ab der Gefühle hat Lauer in der Coronazeit erlebt. Anfangs habe er gedacht, eine Welt bricht zusammen. Ob er Fuß fassen werde auf dem Wochenmarkt? Auch habe er zu Beginn Angst gehabt, Leute entlassen zu müssen. Doch es kam anders als befürchtet. Der Verkauf von Wurst und Fleischwaren auf dem Wochenmarkt habe dazu geführt, die Produktion in Winnweiler auszuweiten. Er habe einen Fleischergesellen und Verkaufspersonal einstellen müssen. Hat er vorher dreimal die Woche Fleischwurst produziert, wird diese jetzt aufgrund der Nachfrage täglich hergestellt.
An Vorgänger orientiert
Die Kundschaft auf dem Wochenmarkt sei mit seinem Angebot zufrieden. Bei seinem Sortiment hat sich Lauer zusätzlich an gefragten Artikeln seiner Vorgänger orientiert. So müssen frühere Kunden der Landmetzgerei Eckel nicht auf Chefrouladen, Mexicosteaks und Wildbratwurst verzichten. Auch nicht auf Wildfleisch, Kloßvarianten und Konserven mit Gulasch oder Rindsrouladen. Darüber hinaus kann Lauer auf ein eigenes Sortiment an Wurst- und Fleischwaren verweisen. Reh und Wildschwein stammen von befreundeten Jägern aus der Region um Imsbach.
Lauer schätzt die gute Atmosphäre auf dem Kaiserslauterer Wochenmarkt. Ihn freut, dass der Markt von vielen Kaiserslauterern angenommen wird. Ein Zeichen dafür sei der Small Talk, den er immer wieder unter den Marktbesuchern beobachte. „In warmen Monaten mehr als in der kälteren Jahreszeit.“ Corona habe Marktbeschickern und Kunden Pflichten auferlegt, erinnert er an Vorgaben wie Abstände und Masken. Verstöße gegen die Auflagen seien ihm bislang keine bekannt.
Lauer freut sich auf die kommende Zeit. An Angeboten zu den Feiertagen wird es bei ihm nicht mangeln, blickt er auf die kommenden Wochen. Der Metzgermeister aus Winnweiler, der das Geschäft 1998 von seinem Vater Gerd Lauer übernommen hat, ist der Überzeugung, dass jeder der Marktbeschicker mit einem guten Angebot sein Geld auf dem Lauterer Wochenmarkt verdienen kann.