Donnersbergkreis Neuzugang Dreger köpft das Tor des Tages
WINNWEILER (fsm). Einen optimalen Start in die Verbandsliga-Rückrunde legte der ASV Winnweiler gestern Nachmittag hin. Mit 1:0 (1:0) bezwang die personell dezimierte Mannschaft von Jürgen Giehl den FC Fortuna Mombach, hamsterte drei wichtige Punkte im Abstiegskampf ein und liegt jetzt auf Rang elf. Neuzugang Lukas Dreger avancierte mit seinem Kopfballtreffer kurz vor der Halbzeit zum Matchwinner.
Was wurde im Vorfeld diskutiert, wie der ASV die Ausfälle sieben potenzieller Stammspieler, darunter mit Waldemar Schneider und Fabian Schmitt der etatmäßige Sturm, kompensieren könne. Die Antwort darauf gab der Verbandsliga-Aufsteiger am Sonntagnachmittag in beeindruckender Manier. Mit viel Leidenschaft erkämpften sich die Winnweilerer, bei denen neben Neuzugang Lukas Dreger auch Markus Steigerwaldt, Alex Matinski und Bastian Steer ihr Startelf-Debüt gaben, den Sieg. Trainer Giehl setzte auf eine Dreierkette um die groß gewachsenen Innenverteidiger Jakob Siebecker und Kapitän Christoph Scharfenberger. Davor stopften Dreger und Tim Giehl im Zentrum die Löcher. Glück hatte der ASV, dass die Gäste aus Mainz, die drei hochkarätige Chancen nicht verwerteten. Sowohl Kapitän Christian George (7.), als auch Marco Streker (30.) und Vladimir Borovskij (65.) schossen aus aussichtsreicher Position fahrlässig über das Tor. Einen letzten Flachschuss von Marvin Georges entschärfte der sichere ASV-Torhüter Robin Assel (80.). Tormöglichkeiten und Offensivaktionen der Hausherren hielten sich in Grenzen. Marco Petrusch und Christian Vollmer, die vorne viele Meter abspulten, sowie Steigerwaldt fehlten die nötige Portion Glück. In der 35. Minute köpfte Dreger einen Petrusch-Eckball noch in die Arme von Gäste-Keeper Kay Schotte. Sieben Minuten später zappelte die Kugel nach selbiger Ausführung im Netz. „Der Eckball kam scharf herein, und ich habe den Ball mit voller Wucht getroffen“, beschreibt Dreger seinen Siegtreffer in die kurze Ecke. „Es ist beeindruckend wie eng wir heute zusammen gerückt sind, und einer für den anderen gearbeitet hat. Ich würde sagen, dass es am Ende aufgrund der mannschaftlichen Geschlossenheit ein verdienter Sieg war“, sagte der 33-Jährige überglückliche Neuzugang und Siegtorschütze, der während den 90 Minuten seine ganze Erfahrung auf den Platz brachte und viel mit seinen jungen Mitspielern kommunizierte. Jürgen Giehl sah es ähnlich: „Aufgrund der kämpferisch geschlossenen Leistung geht der Sieg in Ordnung. Die Einstellung hat gepasst. Unsere zwei, drei fahrlässige Fehler in der Vorwärtsbewegung wurden nicht bestraft. Da haben wir uns das Quäntchen Glück erarbeitet.“ Der 19-jährige Steer, Stammkraft in der zweiten Mannschaft, lieferte wie alle seiner Teamkameraden eine engagierte Vorstellung ab. „Es war sehr anstrengend. Das ist natürlich ein ganz anderes Niveau hier. Aber ich habe versucht, mich in die Partie hinein zu kämpfen“, kommentierte der Offensivakteur sein Startelf-Debüt. Unter den rund 130 Zuschauern des Verbandsliga-Nachholspiels war auch der Präsident des Südwestdeutschen Fußballverbandes, Hans-Dieter Drewitz. Nach 19 Spielen hat der ASV nun 23 Punkte und springt von Rang 13 auf elf. Am Samstag ist der Aufsteiger bei der SV Alemannia Waldalgesheim zu Gast. Selbstvertrauen wäre getankt. Sport So spielten sie ASV Winnweiler: Assel - Geissler, Siebecker, Scharfenberger - Dreger, Giehl - Vollmer - Matinski (68. Jan Giehl), Steer, Petrusch - Steigerwaldt (54. Hühn).