Rockenhausen
Neuer Parkplatz am Bahnhof soll im Sommer fertig sein
Der Knackpunkt beim Bau des neuen Parkplatzes am Rockenhausener Bahnhof ist – wie so oft – das „liebe“ Geld. Für das Projekt waren vor rund fünf Jahren Kosten von 224.000 Euro ermittelt worden, das Land hatte einen Zuschuss von 134.000 Euro bewilligt. Die Stadt hätte demnach einen Anteil von 90.000 Euro beisteuern müssen – die Betonung liegt allerdings auf hätte.
Denn angesichts der gestiegenen Preise in der Baubranche war die damals veranschlagte Summe nicht zu halten. An einer Ausschreibung hatten sich im vorigen Herbst zwölf Firmen beteiligt – selbst der günstigste Bieter lag 110.000 Euro über dem angesetzten Betrag. Deshalb müssen nun Abstriche in der Ausführung gemacht – auf den Punkt gebracht bedeutet das: Schotter statt Pflaster.
Für Zugpendler und Innenstadt-Kunden
Auf dem 900 Quadratmeter großen Gelände südlich des Bahnhofs werden für Zugpendler sowie für Beschäftigte und Kunden der Innenstadt 27 weitere Pkw-Flächen angelegt. Vorgesehen ist eine Parkregelung ohne zeitliche Beschränkung. Das rechteckige Areal, das schon seit etlichen Jahren der Stadt gehört, wird begrenzt vom Bahnhofsgebäude, dem Bahnübergang zum Gothental, den Gleisen und der Bahnhofstraße.
Anfang April hat die Firma Gerharz aus Bad Kreuznach nun mit dem Bau begonnen. Nach der geänderten Planung werden die Arbeiten auf das beschränkt was notwendig ist, um das Gelände nutzbar zu machen. Für die Tiefbauarbeiten war eine Auftragssumme von 210.000 Euro errechnet worden, die neuen Gesamtkosten liegen jetzt bei rund 240.000 Euro. Das Land hatte signalisiert, keine Einwände gegen dieses Vorgehen zu haben. Sollte in ein paar Jahren der Endausbau vorgenommen werden, könnte die Stadt eventuell einen erneuten Antrag auf Förderung stellen.
Derzeit ist die Firma noch mit der Herstellung des Unterbaus beschäftigt, teilte erster Stadtbeigeordneter Werner Dietz auf Anfrage der RHEINPFALZ mit. So werden etwa Entwässerungsleitungen verlegt und Einläufe hergestellt. Vorübergehende Schwierigkeiten verursachten unerwartete unterirdische Funde auf dem ehemaligen Bahngelände: Beispielsweise wurden ein großer Tank sowie Kabel entdeckt, die zum Teil noch in Betrieb sind und von denen die Stadt nichts gewusst habe. Das hat weitere „Arbeiten, die nicht geplant waren“, nach sich gezogen, sagte Dietz.
Asphaltierte Fahrspur soll Orientierung geben
Im Anschluss werden die Parkflächen selbst hergestellt. Dabei verzichtet man vorerst aus den genannten Kostengründen auf eine Befestigung, das Areal wird lediglich geschottert. Damit aber die Autos nicht „wild“ geparkt werden, soll die auf dem langgezogenen Grundstück mittig verlaufende Fahrspur zur besseren Orientierung mit einer dünnen asphaltierten Deckschicht versehen werden.
Links und rechts davon wird dann in Schrägaufstellung geparkt – die Einfahrt erfolgt beim Bahnübergang, die Ausfahrt Richtung Bahnhofsgebäude. In diesem Bereich sind auch zwei Behinderten-Plätze vorgesehen, die ebenfalls asphaltiert werden. Ferner werden im Zuge der Maßnahme zwei E-Ladesäulen installiert. Bei der Vorstellung der abgespeckten Planung im Bauausschuss hatte die Verwaltung im Februar betont, es handele sich zwar um ein aus der Not geborenes Provisorium – dieses erfülle aber seinen Zweck und könne trotzdem recht lange bestehen bleiben.