WINNWEILER Neue Einsatzfahrzeuge für den Schutz der Menschen im Donnersbergkreis
Beim Kreisfeuerwehrtag mit Tag der offenen Tür präsentierte die Blaulichtfamilie des Donnersbergkreises am Sonntag in Winnweiler ihre Fahrzeuge, und viele Ehrenamtliche standen den Besuchern Rede und Antwort. Das Technische Hilfswerk (THW) zeigte seine Groß-Fahrzeuge, um Geröll und Schlamm zu beseitigen, der Rettungsdienst gab Einblicke, wie es in einem Rettungswagen aussieht, und bei der Polizei durften sich ausnahmsweise mal die Kinder hinters Lenkrad setzen. Zudem wurden Einsatzfahrzeuge mit einer Beschaffungssumme von rund 620.000 Euro offiziell übergeben.
Darunter waren auch die beiden geländegängigen Großfahrzeuge, die zuvor ihren Dienst bei der Bundeswehr absolviert hatten. Landrat Rainer Guth betonte, dass der Donnersbergkreis in Sachen Ausrüstung einige Lehren aus der Flutkatastrophe im Ahrtal gezogen habe. Mit diesen beiden Fahrzeugen könne man im Ernstfall auch durch überflutete Straßen fahren und Einsatzkräfte vor Ort bringen. Der Kreis habe diese Beschaffung selbst gestemmt, weil diese Art von Fahrzeugen in den rheinland-pfälzischen Richtlinien für Feuerwehrfahrzeuge nicht vorgesehen seien. Im laufenden Haushalt, der noch nicht genehmigt sei, habe man weitere 3,2 Millionen Euro für den Ausbau des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes vorgesehen.
Auch in Brandschutz wurde investiert
Relativ häufig wurde in jüngster Vergangenheit die Rettungshundestaffel des Donnersbergkreises alarmiert. Diese besondere Einheit bekam ein neues Einsatzfahrzeug, um mit den Hunden ausrücken zu können. Ein Lastwagen, mit dem Abrollbehälter transportiert werden können, wurde der DRK-Einheit im Katastrophenschutz übergeben. Gleichzeitig wurde ein Container für die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Betreuung in Dienst gestellt. Im Notfall liefert diese Einheit beispielsweise Notzelte und Feldbetten. Auch hat der Donnersbergkreis die Möglichkeit geschaffen, in einem eigenen Rollcontainer Einrichtungen der Dekontamination bereitzustellen, wie sie beispielsweise bei Tierseuchen notwendig werden.
Auch in Sachen Brandschutz wurde investiert. Für die Feuerwehr Sippersfeld wurde ein Unimog speziell für Unwetterszenarien beschafft und umgebaut. Auch die Verbandsgemeinde steuerte einen neuen Unimog bei, der eine Wassermenge von 4500 Liter ständig einsatzbereit hält. Um die Einsatzkräfte entsprechend koordinieren zu können, wurden auch ein neues Einsatzleitfahrzeug sowie ein Kommandowagen bei der Stützpunktwehr in Winnweiler in Dienst gestellt.