Donnersbergkreis Nachts im Tunnel
Es waren interessante Einblicke für die Mitglieder der Imsweilerer Feuerwehr in der Nacht von Sonntag auf Montag. Einblicke, die bei einem möglichen Einsatz von großer Bedeutung sein könnten. Die Floriansjünger besichtigten den 373 Meter langen Eisenbahntunnel – und begutachteten dabei auch die Arbeiten, die derzeit darin stattfinden.
Seit Anfang September wird nachts in dem Eisenbahntunnel gearbeitet. Ausbesserungsarbeiten stehen dann an, wenn keine Züge mehr über die Gleise Richtung Rockenhausen oder Winnweiler rollen. So finden an einigen Stellen Ausfräsungen statt. Diese Stellen werden mit Stahlmatten und Spritzbeton ausgebessert, wie der Imsweilerer Ortsbürgermeister Peter Ziepser berichtet. In zwei bis drei Wochen sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, hat der Ortschef in Erfahrung gebracht. Er selbst war Sonntagnacht bei der Besichtigung dabei. Von ihm ging auch der erste Impuls aus, ob man sich nicht einmal den Tunnel anschauen könne. Die konkrete Terminabsprache übernahm dann Jürgen Christmann, selbst bei der Feuerwehr aktiv. 15 Mitglieder der Wehr bekamen von Uwe Jentzsch von der Gesellschaft für Baugeologie und Messtechnik, der die Baustelle leitet, den Tunnel gezeigt. „Für uns war das interessant. Wir wussten beispielsweise, dass es in dem Tunnel Nischen gibt, aber nicht, wie groß diese sind“, sagte Ziepser. Bei der einstündigen Besichtigung gab es die Auflösung: zwei Meter breit und ein Meter tief. Auch leuchteten die Floriansjünger mit ihren Taschenlampen in einen vier mal fünf Meter großen Raum, der normalerweise mit einer Tür verschlossen ist. Zudem bekamen die Mitglieder der Wehr ein Telefon gezeigt, das sich außerhalb des Tunnels befindet und im Notfall genutzt werden kann. Letztmals hatte die Feuerwehr 2001 eine Notfallübung in dem Tunnel durchgeführt. Von Seiten der Feuerwehr sei das Interesse da, eine solche Übung zu wiederholen. „Nun haben wir die Gelegenheit aber genutzt, um uns den Tunnel einmal in aller Ruhe anzusehen“, sagte Ziepser. Den Wehrleuten ging es dabei unter anderem auch um die Frage, wie die Wasserversorgung bei einem Notfall ist, wo Rettungswege und in welchem Zustand diese sind. (ssl)