Imsbach RHEINPFALZ Plus Artikel Nachfrage hoch: Gemeinde braucht mehr Bauland

Das Baugebiet am Sonnenberg in Imsbach: Die Flächen für den dritten Bauabschnitt sollen wieder in den Flächennutzungsplan aufgen
Das Baugebiet am Sonnenberg in Imsbach: Die Flächen für den dritten Bauabschnitt sollen wieder in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden, fordert die Ortsgemeinde.

Nur noch vier freie Bauplätze hat die Bergbaugemeinde in der Hinterhand. Der Rat sieht Handlungsbedarf. Und fordert, dass die Verbandsgemeinde bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans mehr Bauflächen ausweist. Im Raumordnungsplan sind nur gut 0,75 Hektar für Wohnbebauung vorgesehen- Zu wenig, wie die Imsbacher finden.

Die Ortsgemeinde Imsbach will über die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes mit Ergänzung des Landschaftsplanes der Verbandsgemeinde Winnweiler mehr Baulandflächen ausgewiesen haben. Dabei geht ihr Wunsch über die 0,75 Hektar hinaus, die im Raumordnungsplan vorgegeben sind, wie Ortsbürgermeister Oliver Krupp (CDU) informierte.

Ob alle angeregten Flächen auch in die Fortschreibung aufgenommen werden, bleibe abzuwarten, so Ratsmitglied Ingo Müller (FWG). Generell soll eine Bestandserfassung erfolgen, insbesondere der Grundstücke im Randbereich als Mischgebiete. Eine erneute Ausweisung als Baugebiet soll für das Gebiet erfolgen, auf dem sich der aufgegebene Spielplatz befand. Das gleiche gilt für den Bolzplatz in der Raiffeisenstraße, wo es künftig Wohngebäude geben soll.

Innenentwicklung nicht vernachlässigen

Derzeit gebe es im Ort nur noch vier freie Bauplätze, so der Ortsbürgermeister. Deshalb müsse an eine weitere Entwicklung gedacht werden, ohne die Innenentwicklung zu vernachlässigen. Am Ortseingang aus Richtung Winnweiler unterhalb des Denkmals soll nach dem Willen des Rats eine größere Fläche für Wohnbebauung entstehen. Auf Vorschlag der Verwaltung werde der Flächennutzungsplan für den Bereich des Röderhofes so geändert, dass dort nur noch Gebäude mit Bezug zur Landwirtschaft möglich sind, was eine reine Wohnbebauung ausschließt. Der Grillplatz soll als Sondergebiet deklariert werden.

Die Verwaltung will die Bauflächen am Ortseingang aus Richtung Eisenschmelz unterhalb des Neubaugebietes „Sonnenberg“ komplett aus der längerfristigen Planung nehmen. Diesem Ansinnen widerspricht das Gremium. Dagegen gab es Zustimmung zur Rücknahme von bebaubaren Flächen am Ende der Bergschmiedestraße. Auf Nachfrage eines Zuhörers nach Ausweisung von Bauplätzen am Ende der Raiffeisenstraße erklärte Krupp, dass diese Frage im Bauausschuss erläutert worden, es aber zu keiner Empfehlung zur Aufnahme in den Flächennutzungsplan gekommen sei.

Auf Antrag von Helena Ramos Gomes Oester (Wählergruppe Gomes) beschloss der Rat bei zwei Enthaltungen, dass die Flächen des dritten Bauabschnitts des Neubaugebietes „Sonnenberg“ wieder in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden. Die Herausnahme sei erfolgt, weil es wegen der geografischen Lage Bedenken von Naturschutzbehörden gab, so der Ortsbürgermeister. Die Antragstellerin entgegnete, dass es sich dabei nur um eine Stellungnahme handelt, die nicht zwingend zu einer Entscheidung führe. Zunächst sollten die bebaubaren Flächen aufgenommen werden, die weitere Entwicklung werde sich durch ein Bebauungsplanverfahren ergeben.

Von Fotovoltaik profitieren

Aufgrund der Ausdehnung der Breite zur Installation von Fotovoltaik-Freiflächenanlagen entlang öffentliche Verkehrsflächen auf 220 Meter ergebe sich nun auch für Imsbach wieder die Möglichkeit, solche Anlagen zu platzieren. Laut Krupp gibt es zumindest einen Investor, der bereits Gespräche mit Eigentümern von Grundstücken zwischen dem Röderhof und dem Gewerbegebiet von Alsenbrück-Langmeil entlang der A 63 geführt und ein positives Ergebnis erzielt habe. Um davon profitieren zu können, beschloss der Ortsgemeinderat die Aufnahme dieser Flächen als Sondergebiet in den Flächennutzungsplan.

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