Donnersbergkreis Musikgenuss quer durch die Sprachen
„Es ist nicht erforderlich, Musik zu verstehen. Man braucht sie nur zu genießen.“ Mit diesen Worten des englischen Dirigenten Leopold Stokowski begrüßte die erste Vorsitzende Christel Moser die Gäste in der protestantischen Kirche zu einem quer durch die Sprachen führenden Liederabend des Gesangvereins zusammen mit den Gastchören aus Ruppertsecken.
Mit dem eher ruhigen „Schläft ein Lied in allen Dingen“ eröffnete der Gastgeber den gesanglichen Reigen. Darauf hat er den spirituellen Gesang „Let my Light shine bright“ mit den bekannten Klatschpassagen gesetzt, wobei der Chor (Leitung: Christa Franken) nicht nur stimmlich das Licht hell leuchten ließ. Mit dem französischen Trinklied „Tourdion“ erinnerte der gemischte Chor an die Botschaft: Wenn ihr zusammen arbeitet, solltet ihr auch zusammen feiern. Der Männergesangverein Ruppertsecken empfahl sich mit dem italienischen Titel „Benin Calasroria“. Unter der Leitung von Brigitte Persohn sang der Chor von dem jungen und schönen Mädchen mit den wunderschönen Augen, der Mona Lisa. Im „La Montanara“ grüßten die Berge und mit diesem Vortrag der Chor aus dem höchsten Dorf der Pfalz. Die singende Gemeinschaft „Stimmwerk“ wurde vor rund eineinhalb Jahren ins Leben gerufen und hatte in Dielkirchen einen ihrer ersten Auftritte. Sie vermittelte ebenfalls unter der Leitung von Brigitte Persohn Träume Kaliforniens und bekannte in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Gotteshaus „Only You“. Manfred Schröder, erste Vorsitzender des Nordpfälzer Sängerbundes, lobte bereits in der Pause den gelungenen Liederabend. Es sei ein Leckerbissen, in einem solch stilvollen Gebäude mit dieser hervorragenden Akustik Chorgesang in hoher Qualität zu präsentieren. Schröder hofft, dass weitere Chöre künftig auf diese Art abstellen, um den Fortbestand des Chorgesangs zu sichern. Den zweiten Teil eröffnete der Männerchor vom Gesangverein Ruppertsecken und erinnerte mit „Griechischer Wein“ an die großartigen Kompositionen von Udo Jürgens. Zwei prägende Solostimmen standen im Mittelpunkt bei der „Abenddämmerung“, und auch zwei weitere Stimmen waren es, die dem „Caravan of Love“ die besondere Note gaben. Der Liebeskarawane folgte lautstark die Forderung nach einer Zugabe, und die folgte dann auch mit dem Mädchen mit den dunklen Augen und dem roten Mund. Nur die Zeit zeigt, wo unser Weg hingeht, betonte die Chorgemeinschaft „Stimmwerk“ in ihrem „Only Time“. Nicht nur ein Kompliment, sondern gleich eine ganze Palette davon wurden gesanglich aufgereiht. Mit dem „Gute Nacht, Freunde“ verabschiedete sich der Chor und erfüllte die Forderung nach einer Zugabe, gesungen vom Chor aus dem höchsten Dorf der Pfalz. Den Schlusspunkt setzte der Dielkircher Chor. Beim „Rock`n Roll“ wurde schon kräftig mit geklatscht, und dann gab es einen krassen Übergang. Elf junge Männer aus der Chorgemeinschaft stellten gesanglich fest, dass Frauen anders sind. Aber auch, dass ohne sie die Männer hoffnungslos verloren seien. Dass ein Liederabend nicht nur steif und akkurat sein muss, bewiesen die Damen im Chor Dielkirchen: In nostalgischer Kopfbedeckung und teils in Kittelschürze sangen sie „Ein Likörchen für das Frauenchörchen“, und nach jeder Strophe genehmigten sie sich einen kräftigen Schluck. Dieser sei angenehmer als Applaus oder ein Blumenstrauß. Einen Schlusspunkt setzte der Chor mit dem „Halleluja, Salvation and Glory“, eine Interpretation zu Heil und Ruhm. In ihrer Zugabe forderten sie zu einer friedlichen und glücklichen Welt auf. Gut auf die einzelnen gesanglichen Dielkircher Beiträge hat Christoph Hahnefeld die Zuhörer eingestellt, auf Ruppertsecker Seite war es Frank Kühn. Ehrungen Sechs Mitglieder wurden durch die erste Vorsitzende Christel Moser ausgezeichnet: Darunter die Chorleiterin Christa Franken, die seit zehn Jahren den Chor dirigiert. Ebenso lange dabei ist das Chormitglied Sabine Gerisch. |llw